Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Wahnsinn wie schnell die Zeit rennt. Fünf Jahre ist es her, dass ich zuletzt über einen Praxiseinsatz gebloggt habe, seitdem hatte ich es oft vor, aber erst jetzt komme ich mal wieder dazu, zumindest über einen kleinen Bericht zu schreiben:

Am letzten Wochenende hatte ich ein Fotoshoot am Strand: Anna Grütte brauchte ein Foto für einen Artikel über Jahreskreisfeste, das Magazin hatte sich Bilder mit einer Trommel und Wasser gewünscht.

Das Wetter war bedeckt aber offen und damit gut für Fotos geeignet, wobei die D800E notfalls erstaunlich gut mit hartem Sonnenlicht umgehen kann. So oder so achte ich bei so einem Shoot vor allem darauf, dass ich im Bild nichts wichtiges überbelichte, was an so einem hellen Tag gar nicht so einfach auf dem Kameradisplay zu erkennen ist. Immerhin, die blinkende Überbelichtungswarnung ist selbst bei diesem Licht noch zu erkennen (siehe "Manuell Belichten"*).

Bei diesem diffusen Licht brauchte es keine Aufheller oder Blitze, die einzige Herausforderung war der umherfliegende Sand, der in diesem von Birgit gemachten Foto als weiße Schlieren gut zu sehen ist:

Sam Jost fotografiert Anna Grütte am Strand

Dieser Sand, der mir bei bodennahen Aufnahmestandorten sofort ins Gesicht und in die Kamera flog, hatte es mir angetan: In dem Moment wo ich mich auf Höhe des Flugsandes befand, wirkte er fast wie Bodennebel, was ich für dieses Strandbild sehr passend fand. Damit ich und vor allem die Kamera nicht voll einsanden, habe ich meinen Fotorucksack als Windschutz benutzt, was auch einigermaßen funktioniert hat.

Heraus kamen einige schöne Bilder, von denen ich hier exemplarisch nur eines zeigen möchte:

Anna Grütte mit Trommel am Wasser

Für das Web habe ich das Foto beschnitten, die Originale haben alle rundherum etwas mehr Platz, damit die Gestalter des Magazins reichlich Textfreiraum haben. Bei der Auflösung der D800E ist das ja kein Problem.

Wie man auf Birgits Foto von mir gut sehen kann, brauchte ich für den Textfreiraum recht viel Abstand zu Anna. Ich hätte auch auf das 24mm-Objektiv wechseln können ("tu das nicht, bei dem Sand"), aber ich finde den Blickwinkel des 85mm für diese Art Foto besser geeignet.

Wer mehr wissen möchte:

Anna Grüttes Webseiten: Naturheilpraxis Amrum, Haus Morgenglanz

Fotografiert habe ich mit einer Nikon D800E* und einem Nikkor 85mm f/1.4* (meine Traumkombi, wobei die neue D810* das toppen könnte). Der Sand ist trotz Belichtungszeit von 1/400s unscharf und sorgt damit für den Grauschleier an ihrem Bein, der Hintergrund dank Blende f/3.5 ein wenig unscharf aber erkennbar.

Den Sand fand ich später glücklicherweise auch nur äußerlich auf meiner Kamera - und ein wenig zwischen meinen Zähnen.

Was ich dabei gelernt habe:

1) Starker Wind lässt weite Kleidung nicht nur schön fliegen, er drückt sie auch recht unvorteilhaft gegen Anna und bringt in Haare ein Eigenleben, dass nicht immer gewünscht ist. Nächstes Mal wäre es gut erst mit hochgebundenen Haaren anzufangen und enge Kleidung dabei zu haben, die nicht ganz so unkontrollierbar im Wind flattert.

2) Im Sommer sollte ich immer eine Sucherlupe und einen 3-Blenden-Graufilter im Rucksack haben. Beides kann in so einer Situation sehr hilfreich sein.

3) Beim anschließenden Essen lernte ich, dass Möwen Pommes lieben, aber kein Tischbenehmen haben:

Möwe klaut Pommes vom Tisch

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Veröffentlicht am Fr, 15. Aug 2014, 18:26 von Sam

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Macht der Elemente(Diskussion)
R. Ramer schrieb am Mo, 18. Aug 2014, 08:39

Schöner Beitrag und danke, dass du deine Erfahrungen mit uns Bloglesern teilst.

Dann hätte ich da noch eine Frage: Du hast ja noch so ein Sun-Bouncer-Ding rumstehen. Hätte man diesen (speziell mit der Bespannung "Wind-Killer") in deinem Fall einsetzten können?


Sam schrieb dazu am Mo, 18. Aug 2014, 09:01

Die Wind-Killer-Bespannung kenne ich nicht persönlich, aber ansonsten ein klares Nein, den hätte ich dort nicht einsetzen können, der wäre einem nur um die Ohren geflogen.

Der Wind war stark genug um einem das Handy aus der Hand zu wehen, wenn der Wind auf dem Display stand.

Heilpraktiker in Flensburg
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