| Lightroom 4 Obscura: Layoutüberlagerung | 04.07.2012 |
Es gibt Funktionen in Lightroom, die sind so seltsam, da kann ich mir nur mit viel Fantasie eine sinnvolle Anwendung für ausdenken.
Die Layoutüberlagerung in der Lupenansicht in der Bibliothek ist so eine. Du erreichst sie über das Ansicht-Menü oder [Strg Umschalt Alt O]:
![]()
Für die Layout-Überlagerung brauchst Du ein Bild mit Transparenzen. Ich habe mir hier einfach mal schnell in Photoshop ein PNG mit ein paar bunten Strichen drauf gebastelt:

Kurz in der Layout-Überlagerung Bild wählen aufrufen, das Gemälde aussuchen und voila:
Das Gemälde wird direkt in Lightroom über das Foto gelegt angezeigt, so dass Du schnell auswählen kannst, welches Foto am besten dazu passt:

Das Ganze funktioniert nur in der Lupenansicht.
Es gibt bestimmt eine tolle Geschichte dazu. Und für manche ist das bestimmt eine echt hilfreiche Funktion. Ganz sicher.
Auch wenn ich sie grad einfach nur erheiternd finde. :)
Wenn Du Lightroom (oder irgendwas anderes) über diesen Link kaufst, bekomme ich eine kleine Provision, was mich beim Erstellen solcher Beiträge unterstützt.
| Cover Shooting | (Diskussion) |
Braucht man ein Bild z.B. für eine Titelseite, die meist auch Text beinhaltet, ist die Überlagerung mit dem vorgesehenen Layout gerade im Zusammenhang mit der Tether-Aufnahme-Funktion schon sehr hilfreich.
Wird das normalerweise nicht andersrum gemacht? Also erst macht man das Foto, dann wird die Titelseite gestaltet?
Meist besteht das Layout schon und wurde in früheren Produktionen verwendet. Wenn nicht, dann wird im Rahmen der Vorbesprechung nebst dem gewünschten Stil auch das Layout besprochen.
Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass Deine Buchreihe ein einheiltiches Layout haben könnte. Beim Shooting für das Titelbild des nächsten Buches wüsstest Du also schon, dass wie beim Buch "Manuell belichten mit der Digitalkamera" es ein Schwarzweissbild sein sollte, oben in weisser Schrift der Titel steht und sich unten das Logo befindet. Damit ist schon klar, dass ein High-Key-Bild nicht in Frage kommt und die Bildkomposition so sein muss, dass sich das Bildmotiv optimal einfügt.
Ein anderes Beispiel ist ein Hintergrundbild für eine CD. Die ist bekanntlich rund und hat ein Loch in der Mitte. Hier muss man das Motiv recht ungewohnt im Bildfeld platzieren, damit man es noch erkennt oder es noch gut wirkt.
Ich sag ja, theoretisch gibts bestimmt ganz sinnvolle Anwendungen.
Praktisch halte ich die für extrem umständlich, alleine schon aus dem Grund, dass Du das Bild nicht auf dem Layout verschieben kannst, sondern dafür immer einen neuen Ausschnitt machen müsstest, bei dem Du die Überlagerung aber wiederum nicht siehst.
Irgendjemand benutzt das Ding bestimmt regelmäßig, aber ich wäre das ganz sicher nicht, und ich kenne auch Niemanden.