Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

„Arbeite nie ohne Bezahlung!“

Niemals solltest Du Fotos kostenlos machen oder verschenken, Du machst die Preise, den Markt kaputt. Deine Arbeit sollte Dir immer etwas Wert sein, sonst wird Dich nie jemand bezahlen.

„Tu gutes und bau Dein Portfolio auf!“

Unterstütze wohltätige Projekte, nutze Deine Fotos um anderen Menschen zu helfen, such Dir unbezahlte eigene Projekte, um Dich vorwärts zu bringen. Baue Dir ein Portfolio von Aufnahmen auf, die Du gerne machen möchtest

Goldmünzen

Was denn nun?

Oft genug liest man Blogbeiträge, die eine der beiden obigen Meinungen vehement vertreten. Entweder jemand schimpft wie ein Rohrspatz auf alle, die etwas kostenlos anbieten oder es wird in den höchsten Tönen gelobt, wie sehr einen unbezahlte Projekte vorwärts bringen können.

Recht haben natürlich beide, sie reden einfach nur total aneinander vorbei.

Fotos sind eine Währung, Fotografieren ist eine Fähigkeit. Wenn ein Freund mich fragt, ob ich beim Umzug helfe oder ein Foto von ihm mache, werde ich das vermutlich tun. Ohne Bezahlung. Dafür hilft er mir dann hoffentlich auch beim Umzug, beim Renovieren oder bei was auch immer. So funktionieren zwischenmenschliche Beziehungen.

Doch Obacht vor Menschen, die etwas haben wollen, aber nicht vorhaben, dafür auch eine Gegenleistung zu erbringen. Diese Menschen werden Dich aussaugen, wenn Du nicht aufpasst.

Ehrenamtliche Fotos für Sternenkinder, Chemo-Patienten oder auch nur Deinen Sportverein sind ein toller Weg der Gemeinschaft etwas zu geben.
Die Frage nach kostenlosen Fotos für das lokale Anzeigenblatt, als Deko eines Geschäfts oder ähnliches hingegen sind der clevere Versuch eines Geschäftsmannes, mehr Geld für sich zu behalten.

Fotos können eine tolle Eintrittskarte sein - ich habe ehrenamtlich dutzende Konzerte fotografiert und gesehen, in die ich normal nicht hineingegangen wäre, die aber toll waren. Und befreundete Bands fotografiere ich gerne, wenn es zeitlich passt. Doch eine Anfrage einer Agentur, ob ich das kostenlos tun würde, würde ich vermutlich ablehnen.

Oder wenn ich die Chance bekomme, etwas zu fotografieren, was mich persönlich interessiert oder weiterbringt, dann nehme ich das gerne an, auch ohne Bezahlung. Aber etwas zum wiederholten Male zu fotografieren, was mich nicht weiterbringt, dafür hätte ich dann schon gern Geld.

Ich halte diese Gelddiskussion für Käse, denn meist wird da völlig abstrakt argumentiert - unser Leben ist aber nicht abstrakt. Unser Leben, unsere Welt hat unendlich viele Facetten. Alles ist möglich, erlaubt und oft sogar sinnvoll. Auch, seine Fotos zu verschenken. Und sei es nur, weil es einfacher ist als über den Kleckerbetrag eine Rechnung zu schreiben.

(*) Dies ist ein affiliate Link - wenn ihr über diesen Link etwas kauft, bekomme ich eine kleine Provision ab - euer Preis ändert sich dadurch nicht.

Veröffentlicht am Di, 19. Mai 2015, 19:11 von Sam

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