Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Das Buch Mastery* von George Leonard von Plume hat mich auf ein paar interessante Gedanken gebracht, die auch gut auf die Fotografie übertragbar sind.

Er unterscheidet in dem Buch vier Herangehensweisen, mit denen wir eigentlich jede Tätigkeit vollbringen, sei es Kochen, Sport, Tanzen Arbeit oder eben auch Fotografie:

  1. Das Stümpern: Er interessiert sich schnell für neues, erste Erfolge stellen sich ein, doch sobald Fortschritte ausbleiben verlieren wir das Interesse an der neuen Sache und wir fangen etwas anderes an.
  2. Die Besessenheit: Er entscheidet sich für eine Sache, erste Erfolge bestätigen ihn, wenn dann die Fortschritte ausbleiben stürzt er sich mit aller Gewalt hinein, hat dadurch zwar auch Fortschritte, brennt aber ziemlich bald aus und lässt die Sache dann bleiben.
  3. Den "Hacker": Er macht eine Sache, erste Erfolge stellen sich ein, damit ist er zufrieden und bleibt auf diesem Niveau. Dass er keine weiteren Fortschritte macht stört ihn nicht weiter, er ist ja immer noch besser als der Durchschnitt.
  4. Die "Meisterschaft": Wie auch immer die aussieht :) Meiner Einschätzung nach macht der Meister das Üben zum Ritual, übt einfach aus Spaß an der Sache, bleibt damit entspannt am Ball auch wenn Fortschritte ausbleiben. Vom Hacker unterscheidet er sich dadurch, dass er dennoch stetig an sich arbeitet und versucht sich zu verbessern.
    Je nachdem wie wichtig uns eine Fähigkeit ist, neigen wir unsere Herangehensweise zu wählen. Beim Kochen reicht mir beispielsweise "Hacking". Mir ist das nicht wichtig genug um hier viel Energie reinzustecken und systematisch besser zu werden.

Anders bei der Fotografie. Hier bin ich zwar nicht so meisterlich wie ich möchte, aber ich bin regelmäßig dabei an irgendeinem Aspekt meiner Fotografie zu arbeiten, sei es die Umsetzung von Fotos, Aufnahmetechnik, Nachbearbeitung oder was auch immer. Am meisten lerne ich, wenn ich Sachen angehe, die ich vorher so noch nicht gemacht habe. Wie sagt man so schön, hinterher ist man immer schlauer, was man hätte besser machen können. Und wenn ich gut bin, wiederhole ich das dann, bis das auch wirklich besser geklappt hat.

Genauso werde ich (zumindest meiner Meinung nach) bei jedem Buch ein wenig besser und strukturierter. Von Manuell belichten* über Lightroom* zu dem Farbmanagement* habe ich viel gelernt, was ich bei meinem neuen Buch Scharfe Fotos* von vornerein einplane.

Wahre Meisterschaft zeichnet sich wohl vor allem dadurch aus, dass sie nie aufhört. Ein echter Meister wird immer daran arbeiten sich weiterzuentwickeln, in guten wie in schlechten Zeiten. Dazu gehört immer auch mal wieder etwas neues zu Wagen aber auch eine gewisse Routine zu entwickeln, so dass Du in Streßsituationen die Ruhe behalten kannst.

Tja, wie soll ich sagen: Ich arbeite dran :)

Auch Tänzer arbeiten an der Meisterschaft

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Veröffentlicht am Fr, 17. Okt 2014, 18:53 von Sam

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