Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Texturen sind so ein Thema, das bisher ziemlich an mir vorbeigegangen ist. Nachdem Birgit Engelhardt Bücher von mir verlost hat, um damit auf ihre Texturen-Seite hinzuweisen und sich mein Cover-Designer Philip Drenckhahn als begeisterter Texturen-Sammler erwies, wurde ich neugierig. Da ergab sich das passend, dass Jana Mänz mich fragte, ob ich Lust hätte eines ihrer E-Books probezulesen.

Entsprechend griff ich zu dem Buch Fine Art Photo Texture - die Fantasievolle Welt der Texturen in der PDF-Version, da ich mir dachte, dass viele Bilder enthalten sind und diese auf dem Kindle-Display nicht immer gut zur Geltung kommen.

Das Buch lebt sein Thema: Die Seiten sind mit einer Leinwandstruktur unterlegt, so gut wie jede Seite enthält mit Texturen versehene Fotos, die sehr schön zeigen, was für Bildeindrücke mit Texturen erreichbar sind.

Ein großer Teil des Buches beschäftigt sich erfolgreich damit, Lust auf Texturen zu machen. Die Bilder zeigen, was möglich ist, der Text beschreibt, was eine Textur mit einem Bild macht, erklärt die künstlerischen und geschichtlichen Hintergründe und beschreibt vor allem die Idee hinter der Textur: Eine Stimmung zu erzeugen, die ein einfaches Foto so (noch) nicht wiedergibt.

Dabei wird ganz klar: Texturen sind Kunst. Sie sind keine klare Darstellung der Welt, eher eine Darstellung von Gefühlen. Und das bringt dieses Buch wunderbar rüber.

Natürlich gibt es dann auch noch einen technischen Teil, wie man in Photoshop oder Gimp ein Foto mit Texturen versieht (nein, Lightroom kann leider keine solchen Montagen erstellen). Für mich war das technische problemlos, da ich bereits viele Jahre mit Bildbearbeitungsprogrammen arbeite, doch für Einsteiger kann das durchaus eine Herausforderung darstellen. Schließlich verlangt das arbeiten mit Texturen doch etwas Kenntnis im Umgang mit der Bildbearbeitung in mehreren Ebenen und bei aufwändigeren Montagen mit Freistellern und Masken, Hintergründe, die im E-Book alle kurz erklärt werden aber bei denen ich mir vorstellen könnte, dass ein Einsteiger sich für ein paar technische Grundlagen zusätzlich eine Einführung in das jeweilige Bildbearbeitungsprogramm suchen wird.

Was das Buch ganz wunderbar macht, ist Lust, selber Texturen anzuwenden. Also habe ich mir mal ein Foto aus einem Fotoshoot von letzter Woche mit dem Feuerkünstler Knut Keller gegriffen, eine zerknittertes Blatt Papier als Textur fotografiert und diese beiden kombiniert:

Beispiel für die Anwendung einer Textur

Bei den Ebenenmodi habe ich einfach alle durchprobiert und fand das Ergebnis bei "Differenz" am interessantesten. Es sieht schon eher nach einer Kugelschreiberzeichnung als nach einem Foto aus und betont die Formen mehr als das Feuer.

Das Buch macht Lust auf Texturen und damit auf ein für mich völlig neues Feld in der Fotografie, deswegen eine klare Leseempfehlung von mir!

Jana Mänz & Dr. Susan Brooks-Dammann - Fine Art Photo Texture

Veröffentlicht am Mo, 01. Apr 2013, 07:52 von Sam

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