Sam Jost
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Scharfe Fotos mit der Digitalkamera

Seit 2011 hatte ich immer eine Hoodloupe in der Fototasche, vor allem im Urlaub. Nicht nur das Kameradisplay lässt sich damit besser sehen, sie war bei Sonnenschein auch sehr hilfreich, um auf dem Display meines Handys etwas erkennen zu können.

Hoodloupe gegen Zacuto Z-Finder

Die Hoodloupe* (hier mit HoodMag 3 Augenmuschel* und Cinema Strap*) war super, solange ich nur fotografierte - seit ich angefangen habe auch zu filmen, reichte sie mir nicht mehr. Ich hab mir zwar den Gummizug geholt, mit dem man die Hoodloupe an der Kamera befestigen kann, aber der war unpraktisch. Zum Befestigen der Hoodloupe an der Kamera musste ich jedes Mal die Gummibänder sortieren, was viel zu lange dauerte und nervig war. Auch hielt der Gummizug nicht besonders gut, die Sucherlupe verrutschte gern, womit ich dann einen schiefen Bildausschnitt sah.
Alles in allem nervig.

Also habe ich mich letztes Jahr etwas umgesehen und bin auf den Zacuto Z-Finder* gestossen, eine Sucherlupe, die man sehr oft an professionellen Film-Rigs sieht. Von allen Berichten her ein völlig anderes Kaliber als die Hoodloupe ist der Z-Finder auch mehr als doppelt so teuer (und ich dachte die Hoodloupe sei schon teuer gewesen).

Hoodloupe gegen Zacuto Z-Finder an der Kamera

Und tatsächlich, als ich den Zacuto Z-Finder im Vergleich sah, wirkte die Hoodloupe mit einem Mal als wäre sie eine Beigabe in einem Bastelheft gewesen.

Die Halterung der Zacuto muss passend zur Kamera ausgesucht werden, wird unter die Kamera geschraubt und ist ein völlig anderes Kaliber (leider auch von der Größe her). Beim Blick durch die Sucherlupe bietet sich im Z-Finder ein viel besseres Bild als durch die Hoodloupe. Allerdings kann ich bei meinen Kameras jedes Pixel und die Abstände dazwischen auseinanderhalten, so klar ist das Bild, so sehr vergrößert die Lupe.

Um zu zeigen, wie groß der Unterschied ist, habe ich mal mein 60mm Makro auf die beiden Sucherlupen gesetzt und ein Foto durch die Lupe vom Display gemacht. Der Unterschied wirkt auch mit dem Auge so krass wie auf dem Foto. Die Hoodloupe (links) vergrößert trotz angeblicher 3-fach-Vergrößerung in der HoodMag kaum, während der Z-Finder Pro3 eine 3-fach-Vergrößerung hat. Auch sieht das Bild der Hoodloupe im Vergleich zum Z-Finder deutlich klarer und schärfer aus:

Blick durch Hoodloupe gegen Zacuto Z-Finder

Zum Fotografieren war die Hoodloupe ok, aber beim Filmen mit der DSLR ist der Z-Finder Welten besser! Er ist schnell angesetzt, schnell wieder abgenommen und ich kann viel besser sehen, wo im Bild das Motiv scharf ist als bei der Loupe. Überhaupt sehe ich ein viel klareres Bild.

Auch ist die große Augenmuschel vom Z-Finder angenehmer am Auge als die kleine von der Hoodloupe.

Die Halterung der Hoodloupe hingegen ist schwierig an die Kamera zu bringen, verrutscht schnell und verheddert sich mit einem evtl. vorhandenen Kameragurt. Also absolut nicht empfehlenswert für Video.

Nachteil des Z-Finder ist der Rahmen um das Display: Zum einen ist die ganze Halterung recht klobig, da sie dafür gedacht ist um ein komplettes Video-Rig an der Kamera zu befestigen, zum anderen sind dank Rahmen rund ums Display einige Knöpfe auf der Rückseite der Kamera schwierig zu erreichen. Auch deckt der Z-Finder das Display der D800 nicht in der vollen Höhe ab. Ich kann damit leben, aber perfekt ist auch diese Lösung nicht. Es gibt alternative auch Halterahmen zum ankleben oder gleich einen externen Monitor, den man über den HDMI-Ausgang der Kamera anschließt und daran den Z-Finder ansteckt (dann hat man auch Fokus Peaking und weitere Video-Features).

Für die Fotografie reicht natürlich auch die reine Lupe ohne Befestigungsrahmen an der Kamera - nur fürs Filmen ist dieser sehr praktisch.

Ein paar Informationen zum Zacuto Z-Finder

Vom Zacuto Z-Finder gibt es verschiedene Versionen: Eine Jr.-Version die der Hoodloupe ähnlich sieht und zwei große Modelle mit unterschiedlicher Vergrößerung. Ich habe mir die große Version mit 3fach-Vergrößerung geholt. Empfohlen wird oft die 2,5fach-Version, weil damit die Pixelstruktur des Kameradisplays nicht so negativ auffällt. Mich stört die Pixelstruktur nicht, aber ich habe den 2,5fachen nicht ausprobiert, kann also keinen Vergleich machen.

Wichtig ist vor allem, dass man sich eine Version mit zur Kamera passender Befestigung kauft. Je nachdem wie groß die Kamera ist und ob man einen Batteriegriff hat, braucht man unterschiedliche Versionen.

Ich habe mir inzwischen statt der klobigen Bodenplatte einen Kleberahmen geholt, der auf ein Displayschutzglas kommt.

Wichtig beim Aufsetzen und vor allem Abnehmen des Z-Finder ist, ihn seitlich anzufassen und etwas einzudrücken, damit er sich vom Befestigungsrahmen löst. Greift man ihn zum Lösen versehentlich oben und unten, so ist er kaum vom Halterahmen zu trennen.

(*) Dies ist ein affiliate Link - wenn ihr über diesen Link etwas kauft, bekomme ich eine kleine Provision ab - euer Preis ändert sich dadurch nicht.

Veröffentlicht am Mi, 30. Jan 2013, 21:41 von Sam

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