Sam Jost
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Ich weiß nicht mal mehr, wie lange ich schon Webseiten schreibe. Ich meine mich zu erinnern, dass ich um das Jahr 2000 herum eine Webseite hatte, wo ich im Twitter-Stil kurze Meldungen abgab: "Im Kino Film xyz gesehen, langweilige Story aber viel Action.". Ähnliches auch über Restaurants, Bücher, Dichterlesungen und Kunstveranstaltungen.

Geschrieben habe ich das vor allem, weil ich am Schreiben selber Spaß habe. Ich war ziemlich überrascht, als ich das erste Mal mitbekam, dass mich jemand las. Ein Dichter, über dessen Lesung ich schrieb "war nicht so meins" sprach mich Monate später ziemlich empört darauf an, weil ich ja seine Gedichte schlecht fand.

Dabei lernte ich auch, das Leute selbst sachliche Kritik an ihren Werken sehr persönlich nehmen, damals wie heute.

Im Laufe der Jahre wurden meine Beschreibungen immer länger, 2004 warf ich mal wieder alles weg und startete mit radeldudel.de neu. Auch hier entwickelten sich meine Beiträge von kurzen Meldungen zu immer längeren, ausführlich recherchierten Beschreibungen.

In 2010 fing ich dann an, mit mehrteiligen Serien zu experimentieren, war aber nicht so recht zufrieden mit dem Schreibfluss im Blog. Zu viele Unterbrechungen, die dem Geschriebenen dann seinen Fluß nahmen.

2011 hatte ich die Idee für ein Buch, die mich dazu brachte, mich intensiv mit dem Schreiben und Verlegen von Büchern zu beschäftigen. Gedruckte Bücher erwiesen sich als recht teuer, ich plante also ein PDF über e-junkie zu verkaufen.

Der Stoff für das Buch war schwieriger, als ich erwartet hatte - nicht wegen des Inhalts, sondern, weil ich die Inhalte mit Fotos unterlegen wollte, und diese Fotos sehr aufwändig zu machen und präsentieren waren.

Das Thema Buch hatte mich trotzdem gepackt. Mir macht es Spaß, in größeren Zusammenhängen als nur einzelnen Blogbeiträgen zu denken und zu planen. Themen in einen Zusammenhang zu setzen, einen roten Faden zu entwerfen.

Ende 2011 kaufte ich mir dann noch einen Kindle. Interessiert hatte der mich schon lange, ich hatte die Gelegenheit, das Gerät bei einem Kollegen auszuprobieren und war sofort begeistert von dem Display. Sofort entschied ich, statt als PDF fürs Kindle zu schreiben.

Also schrieb ich testweise ein Buch über ein anderes Thema, das mir auch am Herzen liegt: Manuelles Belichten mit der Digitalkamera*.

Das war ein sehr lehrreiches Unterfangen. Alleine bis ich raushatte, dass ich das Buch zwar in jedem Textverarbeitungsprogramm schreiben konnte, es aber am Ende doch immer über HTML in das Buchformat umgewandelt wird (und mir somit klar war, dass ich dann doch lieber gleich in HTML schreibe statt in anderen Formaten). Bis ich aus den unterschiedlichsten Quellen für die Umwandlung ins Kindle-Format einen Weg gefunden hatte, der für mich gut funktionierte (KindleGen mit OPF-Datei).

Die wenigen Formatierungsmöglichkeiten auf dem Kindle erwiesen sich dagegen als positiv: ich brauchte nicht über Schriften, Schriftgrößen oder Bilder umfließende Texte nachzudenken, da all das auf dem Kindle nicht angesagt ist.

Sehr aufwändig war es, Fotos für die Erklärungen zu finden, die auch auf dem e-Ink-Display des Kindle den Inhalt rüberbringen. Reichlich Zeit ging nach dem Schreiben in die Korrektur. Die Inhalte solange umzustellen, bis sie eine für mich logische Reihenfolge ergaben (wobei ich inzwischen eine zweite Reihenfolge im Kopf habe, die ich eigentlich auch gern probieren würde, für die ich das Buch aber nochmal neu schreiben müsste). Das Buch mehreren Korrekturlesern in die Hand geben, bis ich mit Ulf Hettstedt einen hatte, der wirklich sehr gründlich Fehler fand, auch inhaltliche und strukturelle.

Und da ich denke, dass die Struktur jetzt feststeht, und es wahrscheinlich nur noch Rechtschreibkorrekturen gibt, war ich so ungeduldig, dass ich das Buch schon mal bei Amazon gelistet habe:

Buch Manuell belichten mit der Digitalkamera

Manuell belichten mit der Digitalkamera von Sam Jost

Der Beschreibungstext ist noch schwach, und ich hoffe ja auch, dass noch ein paar Korrekturen kommen, die ich dann zusammen bei Amazon nachschieben werde. Wenn die durch sind, werde ich wohl auch mal über eine gedruckte Version nachdenken (mir wurde hierfür epubli.de empfohlen).

Und natürlich bin ich sehr gespannt, wie das Buch ankommt. Ob und wie oft es verkauft wird, was an Rezensionen dazu kommt, ob andere darüber schreiben werden. Natürlich wünsche ich mir positives Feedback, aber neugieriger bin ich auf Kritiken, denn aus denen kann ich mehr für meine nächsten Bücher lernen. Denn die nächsten Bücher kommen bestimmt.

Veröffentlicht am So, 26. Feb 2012, 11:02 von Sam

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