Sam Jost
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Farbräume & Farbmanagement

Die meisten von euch werden wohl mitbekommen haben, dass ich vor zwei Monaten ein E-Book auf Amazon veröffentlicht habe.

Nachdem das E-Book deutlich besser verkauft wurde, als ich erwartet habe (ich hatte mit vielleicht 50 Verkäufen im ersten Quartal gerechnet, es werden jetzt aber wohl eher 500), fing ich an zu überlegen, ob eine gedruckte Version möglich ist. Print-On-Demand war nicht mehr möglich, da die PoD-Verlage Exklusivrechte verlangten, die ich wegen meiner Veröffentlichung als E-Book nicht mehr geben konnte, und auch nicht wollte, denn die Bedingungen dieser Verlage gefielen mir gar nicht, und von der Druckqualität hörte ich wenig gutes.

Gedrucktes Buch

Ich recherchierte also weiter über Druckereien, über den Bezug von ISBNs, die Auslieferung von Pflichtexemplaren. Über das Verzeichnis lieferbarer Bücher, den Verkauf über Amazon Marketplace und die Anmeldung als Verlag bei Amazon Advantage. Dass ich zu meinem vorhandenen Gewerbe eine USt-IdNr. brauche.

Als ich soweit alle Daten und Kosten zusammen hatte, um zu kalkulieren, dass das Buch so wie ich es mir vorstellte, möglich war, passierte etwas überraschendes:

Ein Verlag sprach mich an und wollte das Buch gern gemeinsam mit mir überarbeiten und eine gedruckte Version veröffentlichen. Und nicht nur das, sie wollten sogar aktiv in die Werbung für das Buch gehen, was, wie ich später hörte, keineswegs selbstverständlich ist.

Puh. Jeder andere wäre vermutlich begeistert gewesen, aber ich war erst mal völlig perplex. Hatte ich mich doch gerade mit dem Gedanken angefreundet, selber eine Auflage drucken zu lassen und direkt über Amazon zu verkaufen.

Verlag hätte viele Vorteile gehabt: ich hätte mich nicht um das Korrekturlesen, die Gestaltung oder den Druck kümmern müssen. Die Kosten für den Druck müsste ich nicht vorschießen. Mich nicht um die Belieferung von Amazon kümmern müssen. Mein Buch würde in allen Buchläden beziehbar sein.

Für mich alleine bin ich nicht in der Lage, die Buch-Großhändler oder gar die Buchläden zu beliefern. Mein Buch ist nur über Amazon beziehbar. Ich muss alles selber organisieren und finanzieren. Und dazu hat man als Selbstverleger auch keinen guten Ruf, da steht man als Autor eines Verlags deutlich besser da.

Dennoch hat vor allem meine Neugierde gesiegt: nachdem ich nun so viel recherchiert hatte, wollte ich auch wissen, ob als Selbstverleger ein anständiger Verkauf möglich ist. Getrieben hat mich vor allem die Frage:

Brauche ich als gut vernetzter Blogger einen Verlag? Kann ich nicht auch ohne Verlag erfolgreich ein Buch erstellen und verkaufen? Eine Frage, die auch für andere Blogger interessant sein könnte.

Und jetzt kommt der spannende Moment. Der Vorverkauf auf Amazon* ist eröffnet, die gedruckten Bücher sollen in den nächsten Tagen kommen, und können dann zu Amazon geschickt werden.

Ich bin gespannt. Gespannt darauf, wie sich mein gedrucktes Buch verkauft. Und bei Erfolg gespannt, ob auch andere Blogger auf die Idee kommen, Bücher ohne Verlag zu veröffentlichen.

Und natürlich würde ich mich freuen, wenn Du hilfst. Mein Buch kaufst, es weiterempfiehlst, von diesem Experiment berichtest, eine Rezension bei Amazon schreibst.

Wäre doch gelacht, wenn das nicht auch ohne Verlag machbar ist!

(*) Dies ist ein affiliate Link - wenn Du über diesen Link etwas kauft, bekomme ich eine kleine Provision ab - Dein Preis ändert sich dadurch nicht.

Veröffentlicht am Fr, 20. Apr 2012, 18:41 von Sam

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Diskussion zu "Brauche ich als Blogger einen Verlag?"
Antworten
Letzte Antwort
Genial :)
von Arne am So, 22. Apr 2012, 02:59
1von Sam
So, 22. Apr 2012, 19:17

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