Sam Jost
 RSS-Abo



Mehr von Sam
radeldudel.de durchsuchen:
Farbmanagement für die Digitalfotografie

Nach den unverzichtbaren Hilfsmitteln in meiner Fototasche jetzt die etwas unangenehmere Liste:

Meine fotografischen Fehlgriffe

Ich hab schon sehr viel Fotozubehör gekauft und wieder verkauft, weil es meinen Ansprüchen nicht genügte oder ich es dann doch schlicht nicht genutzt habe. Jedenfalls nicht zu dem Zweck, für den ich es gekauft hatte. Da ich der Meinung bin, dass man aus Fehlern am meisten lernen kann (auch aus den Fehlern anderer), hier mal drei Fehlkäufe die ich getätigt habe:

Reflexschirm Westcott Collapsible

Als erstes Beispiel Reflexschirme.

Entweder benutze ich Durchlichtschirme oder geschlossene Lichtformer, wie Softboxen, aber die Reflexschirme habe ich abgesehen vom ausprobieren praktisch nie genutzt. Immerhin erwies sich der Westcott Collapsible auch als Regenschirm sehr tauglich und war damit kein völliger Fehlkauf.

 

Spydercube

Der Spydercube ist ein geniales Tool für den Weißabgleich. Mit dem Loch für sattes Schwarz, den grauen und weißen Flächen zu jeder Seite ist er perfekt geeignet für einen korrekten Weißabgleich. Nur hab ich bei der Verwendung festgestellt, dass ich meist einen nicht 100%ig korrekten aber dafür zur Bildstimmung passenden Weißabgleich bevorzuge. Oder, wenn es wirklich auf die Farben ankommt gleich einen kompletten ColorChecker ins Foto aufnehme. Daher überlege ich, den Spydercube zu einem edlen Schlüsselanhänger umzufunktionieren.

 

California Sunbounce als Sonnenschutz

Einen California Sunbouncer wünscht sich wohl fast jeder Fotograf. Ich hab mir mal für ein Außenshooting bei Sonne einen geleistet und dabei festgestellt: Mit Blitzen komme ich viel besser zurecht. Da brauche ich keinen Assistenten zum festhalten, die wehen nicht bei jedem Windhauch weg (jedenfalls solange kein Lichtformer dranhängt), bei denen weiß ich, was passiert, und vor allem kann ich die Leistung flexibel einstellen. Der Sunbouncer hingegen ist für mich vor allem sehr umständlich. Das mag daran liegen, dass ich mit Blitzen viel Übung habe und mit Reflektoren keine, hat aber zur Folge, dass ich den Sunbouncer fast nur noch als portable Stellwand benutze. 

Natürlich habe ich deutlich mehr Fehlkäufe gemacht. Beispielsweise ein Tilt&Shift-Objektiv, bei dem ich merkte, dass ich den Look von Tilt überhaupt nicht leiden mag und Shift viel besser per Panorama-Adapter und Software geht. Ein LensCal MkII, dabei hatte ich eigentlich nie Probleme mit unscharfen Fotos. Diverse Weißabgleich-Tools, die sich alle als überflüssig erwiesen, weil die korrekte Farbwiedergabe ja gar nicht mein Ziel ist. Dutzende Objektive, die ich dann so gut wie nie benutzt habe, auch sehr schöne Klassiker wie ein 85mm/F1.8. Zwei Energiespar-Dauerlicht-Lampen, die zu wenig Leistung und keine schöne Lichtfarbe haben und die jetzt eher als Baustrahler benutze (andere machen das umgekehrt und nehmen Baustrahler zum Fotografieren).

Ich hatte bestimmt noch ein paar sehr spannende Fehlkäufe mehr zu verzeichnen, aber die habe ich wohl inzwischen erfolgreich verdrängt. Viele Dinge konnte ich zum Glück auch noch zurückgeben, so dass ich gerade bei teuren Objektiven wenigstens keinen Verlust gemacht hab.

Veröffentlicht am Fr, 30. Sep 2011, 20:47 von Sam

Social Plugins von Facebook, Google und Twitter für www.radeldudel.de abschalten.
Diskussion zu "Drei Fehlkäufe im Fotobereich"
Antworten
Letzte Antwort
Kann man Fehlkäufe vermeiden?
von R. Ramer am Mo, 03. Okt 2011, 07:49
4von Sam
Mi, 05. Okt 2011, 21:01

Anmelden, um den Artikel zu diskutieren.

Heilpraktiker in Flensburg
© 2004-2014 Sam Jost, Flensburg. Unerlaubte Vervielfältigung untersagt.
Die Inhalte von www.radeldudel.de sind meine ganz private Meinung.