Sam Jost
 RSS-Abo



Mehr von Sam
radeldudel.de durchsuchen:
Farbmanagement für die Digitalfotografie

Teil 1: Du willst ein berühmter Fotograf sein?
Teil 2: Was für ein Fotograf bist Du?
Teil 3: Das Problem der Fotoausrüstung.
Teil 4: Deine Fotos brauchen Ziele.
Teil 5: Beherrsche Deine Foto-Ausrüstung

Als Fotograf oder Foto-Künstler sollte es wohl selbstverständlich sein, die Fotografie an sich zu verstehen und zu beherrschen. Du solltest wissen, was Belichtungszeit, Blende, ISO sind, wie sie sich aufs Bild auswirken.

Du solltest in der Lage sein, manuell zu fotografieren. Wissen, wie Du mit anderen Belichtungswerten gegensteuern kannst, wenn Du die Blende weiter öffnen willst.

Vor allem in extremen Lichtsituationen solltest Du wissen, welche Qualitäten des fertigen Bildes Dir wichtig sind, auf welche Du verzichten kannst (Detailschärfe? Rauschfreiheit? Tiefenschärfe? Eingefrorene Bewegung?), um bewusst entscheiden zu können, welche Eckdaten der Belichtung wichtig sind.

Solltest Du die Fotos nur in geringer Auflösung brauchen, so kannst Du Bildrauschen durchaus in Kauf nehmen, das verschwindet beim Verkleinern. Wenn sich auf dem Motiv nichts bewegt, kannst Du die Belichtungszeit in die Länge ziehen, notfalls mit Stativ. Wenn das Motiv sich flach auf einer Ebene befindet, kannst Du die Blende weit aufreißen.

Wie kurz muss die Belichtungszeit sein, um schnelle Bewegung einzufrieren? Wie weit die Blende geschlossen, damit genug scharf wird? Wie weit offen, um den Hintergrund unscharf zu bekommen? Welche ISO liefert in A4-Drucken noch ansehnliche Qualität? Wie viel Bildrauschen kannst Du als passend zur Bildstimmung in Kauf nehmen? Wie lange musst Du belichten, damit eine gehende Person verschwimmt? Wie lange, damit ein plätschernder Wasserlauf eingefroren wird, wie lange damit er glattgezogen aussieht?

Bei diesen Fragen geht es nicht darum, die "richtigen" Antworten bei Wikipedia nachzuschlagen, sondern darum, diese Dinge ausprobiert zu haben, um für Dich, Deine Kamera und vor allem Deinen Geschmack zu entscheiden, wo Deine Grenzen für diese Fragen liegen:
welche ISO findest Du noch ansehnlich? Wann empfindest Du ein Bild als Unscharf? Wie viel Bewegungsunschärfe gefällt Dir noch?

Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Für mich als Digitalfotograf gehört dazu natürlich auch das Wissen um die Digitalfotografie: welche Vorteile bringt Dir das RAW-Format? Welche Nachteile hat es? Welche Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung könnten für Dich interessant sein? Wann kannst Du die Nachteile in Kauf nehmen, wann behindern sie Dich?

Was kannst Du beim Fotografieren in Kauf nehmen und in der Nachbearbeitung korrigieren? Was erspart Dir wahnsinnig viel Arbeit, wenn Du es bereits beim Fotografieren richtig machst und nicht erst in der Nachbearbeitung?

Das Feld der Digitalbearbeitung ist unendlich groß, Du muss nicht alles bis ins kleinste Detail ausprobiert haben, aber es ist gut einen Überblick über die Möglichkeiten zu haben, Dir die für Dich selber interessanten Techniken rauszusuchen und zu lernen.

Diese technischen Aspekte der Fotografie haben handfeste Auswirkungen auf die künstlerischen. Daher ist es wichtig, hier Deine eigenen Erfahrungen zu machen, das Wissen, das Du lernst, in Deinen ganz eigenen persönlichen Zusammenhang zu bringen. Herauszufinden, wofür Du Dich begeistern kannst. Was Dir Spaß macht. Was Dich weiterbringt.

Teil 7: Lerne zu gestalten.

Veröffentlicht am Do, 31. Mär 2011, 18:12 von Sam

Social Plugins von Facebook, Google und Twitter für www.radeldudel.de abschalten.
Diskussion zu "Beherrsche die Fotografie"
Antworten
Letzte Antwort
Ein weites Feld
von R. Ramer am Fr, 01. Apr 2011, 12:31
9von Sam
So, 03. Apr 2011, 10:29

Anmelden, um den Artikel zu diskutieren.

Heilpraktiker in Flensburg
© 2004-2014 Sam Jost, Flensburg. Unerlaubte Vervielfältigung untersagt.
Die Inhalte von www.radeldudel.de sind meine ganz private Meinung.