Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Ziel dieses Workshops ist, manuell belichten zu können. Von Hand die nötigen Einstellungen an Zeit, Blende, ISO vorzunehmen, damit die Kamera das Bild so belichtet, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Warum manuell belichten, wenn es doch so gute Kameraautomatiken gibt?

Belichtungsautomatiken sind super! Sie ersparen Dir viel Arbeit und Denkerei. Doch nicht immer belichten sie das Bild so, wie Du das möchtest, denn eines kann keine Automatik: Deine Gedanken lesen.

Die Automatik kann nicht entscheiden, ob ich eine Silhouette vor den kräftigen Farben des Sonnenunterganges möchte, oder ein erkennbares Gesicht vor hellem Himmel. Beides sind korrekte Belichtungen (genau genommen gibt es gar keine "falschen" Belichtungen - es gibt nur Belichtungen, die nicht so sind, wie Du Dir das Bild vorgestellt hast).

Ein weiterer Vorteil von manueller Belichtung: Die Belichtung bleibt gleich, mehrere Bilder werden identisch belichtet, von Bild zu Bild zu Bild, während die Automatik schon bei kleinen Veränderungen des Blickwinkels für unterschiedlich belichtete Bilder sorgt. Dies ist besonders dort von Interesse, wo mehrere Fotos kombiniert werden, sei es als Set, Bildfolge oder als zusammenge"nähtes" Panorama-Bild.

Unentbehrlich ist das manuelle Belichten, wenn die Kamera beim Messen gar nicht alles Licht sehen kann, das später auf der Aufnahme landet, wie es bei der Fotografie mit entfesselten Blitzen der Fall ist (und für genau diesen Fall habe ich diesen Workshop geschrieben).

Und noch ein schöner Bonus: Wenn Du die manuelle Belichtung verstehst, wirst Du auch die Automatiken besser verstehen und zu Deinem Vorteil nutzen können.

Was brauche ich für diesen Workshop?

Du brauchst lediglich eine Kamera. Diese muss allerdings ein paar Voraussetzungen erfüllen:

  1. Digital sollte sie sein. Es werden viele Fotos gemacht und zeitnah betrachtet und ausgewertet, um daraus zu lernen. Das ginge zwar theoretisch auch mit Analog, in Digital ist es aber viel einfacher, schneller und günstiger. Die gelernten Kenntnisse lassen sich dann auch wunderbar für Analog einsetzen.
  2. Einen Zeitvorwahlmodus, oft mit Tv oder T abgekürzt. In diesem Modus gibst Du der Kamera die Belichtungszeit vor, sie berechnet dann selbstständig die Blende, mit der das Bild belichtet wird (Halbautomatik). Interessanterweise schließt diese Einschränkung die Leica M8 und M9 aus, sie können nicht automatisch die Blende einstellen. Zum Lernen sind diese Leicas daher nicht so gut geeignet, das Gelernte ist aber auch für sie sehr gut geeignet.
  3. Einen Blendenvorwahlmodus, oft mit Av oder A abgekürzt. In diesem Modus gibst Du eine Blende vor, die Kamera denkt sich dann selber eine dazu passende Belichtungszeit aus.
  4. Den Manuellen Modus (M) braucht die Kamera natürlich auch, der ist ja das Ziel dieses Workshops.

Lies im Handbuch Deiner Kamera nach, wie diese Modi eingestellt werden (bei einer DSLR reicht es meist, den Modusregler auf Tv, Av oder M zu stellen). Viele einfache Kompaktkameras können diese Modi nicht, oder sie sind so umständlich über verschachtelte Menüs einstellbar, dass sie praktisch unbenutzbar sind. Auf der sicheren Seite bist Du mit einer DSLR, doch es gibt inzwischen auch etliche Bridge- und Kompaktkameras, die das können, und mit denen Du die folgenden Übungen ebenfalls durchführen kannst.

Vom Objektiv her stelle ich keine besonderen Anforderungen: ein Kit-Objektiv reicht, eine Festbrennweite im Bereich 30-70mm tut es aber auch. Dieser Workshop enthält nichts, was Spezielle Objektive brauchen würde.

Veröffentlicht am Mi, 20. Okt 2010, 06:04 von Sam

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Diskussion zu "Workshop Fotografie: M) Manuelles Belichten"
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von Christian am Mi, 20. Okt 2010, 11:44
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