Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Teil 1: Du willst ein berühmter Fotograf sein?

Doch warum fotografierst Du dann?

Hier möchte ich anknüpfen, denn das ist genau die spannende Frage an der Fotografie: was begeistert Dich? Was fotografierst Du richtig gerne? Was möchtest Du der Welt mit Deiner Fotografie zeigen?

Wenn Du die Phasen kennst, wo Du nicht weißt, was Du fotografieren sollst, wo jedes Motiv langweilig scheint, dann fehlt Dir vermutlich genau diese Erkenntnis: welche Art von Fotografie Dich immer wieder begeistert, welche Motive für Dich wieder und wieder interessant sind. Gibt es ein Thema, dass Dir immer wieder neu am Herzen liegt, dass Du mit der Fotografie ausdrücken willst?

Zum Glück ist es recht einfach, herauszufinden, was wirklich Dein Ding ist: achte darauf, was Dir Freude bereitet. Was Du richtig gerne tust. Wobei Du die Zeit vergisst.

Machst Du gerne lange Spaziergänge durch die Natur, auch zu ungemütlichen Uhrzeiten, nimmst Du für Sonnenaufgänge das frühe Aufstehen in Kauf, zeltest Du gerne in exotischer Wildnis, willst Du dieses Naturerleben anderen zeigen? Dann könnte Landschaftsfotografie was für Dich sein.

Bringt es Dir Freude, aus Menschen unbefangenes Verhalten vor der Kamera herauszukitzeln. Herauszufinden, wer diese Menschen sind, sie dazu zu bringen, das entspannt für ein Foto darzustellen? Dann schau Dir die verschiedenen Bereiche der Personenfotografie an.

Wenn Du dazu noch den Adrenalinschub magst, das ständige gefordert sein, keinen Moment verpassen zu dürfen, dann ist vielleicht die Hochzeitsfotografie etwas für Dich.

Es gibt endlos viele Bereiche. Die wichtige Frage ist: welcher Bereich interessiert Dich so sehr, macht Dir so viel Spaß, dass Du da Jahre an Zeit und Arbeit reinsteckst, ohne dass es Dich stört. Denn wenn Du richtig gut werden willst, wirst Du viel Zeit investieren müssen. Üben, üben und wieder üben. Workshops und Seminare zu Deinen Themen mitmachen, einfach weil es Dich interessiert, wie andere arbeiten.

Menschen verändern sich ständig. Nimm Dir also auch regelmässig Zeit, Dich selber zu betrachten, zu reflektieren, was Dir wichtig ist. Achte darauf, wenn Dir Deine Fotografie nicht mehr reicht, und sinniere darüber, wie sie sich verändern muss. Wie Du Dich verändern musst. Denn auch wenn es einen Bereich gibt, der Dich richtig reizt, so werden sich Deine Vorlieben in diesem Bereich verändern, entwickeln.

Genau das macht einen richtig guten Fotografen aus: er kennt seinen Bereich, entwickelt sich in diesem aber stetig weiter.

Die größte Schwierigkeit ist, in Dich selber hinein zu horchen, ob Dir ein Bereich jetzt so richtig liegt oder nicht. Ist das jetzt wirklich Dein Ding, oder reizt es Dich nur, dass auch mal ausprobiert, gemacht zu haben?

Umgekehrt auch, wenn ein Bereich anfängt langweilig zu werden: liegt das daran, dass es nicht Dein Ding ist, oder ist es an der Zeit, Dich in genau diesem Bereich weiterzuentwickeln?

Vielen Fotografierenden geht es wie mir: mich reizt jeder neue Bereich, und nachdem ich etwas Zeit mit dem Bereich verbracht habe, erste kleine Erfolge habe, lässt diese Begeisterung nach, Ich brauche künstliche Anreize, um weiterzumachen. Dann war das nicht der Bereich, nicht das Thema für Dich. Dann war es nur das Neue, was Dich gereizt hat, doch es reicht nicht für eine dauerhafte Begeisterung. Lass den Bereich los und schau Dir etwas neues an.

Finde heraus, was Dir wirklich dauerhaft Freude bereit, was Du auch nach Wochen und Monaten immer noch gerne tust. Was Dich auftankt, wenn Du es tust. Wo Du immer wieder neue Inspirationen findest, um Dich weiterzuentwickeln. In diesem Bereich konzentriere Deine Bemühungen, Deine Energie.

Wenn Du Dich viele Tage am Stück intensiv mit einer Sache beschäftigst, wirst Du schnell merken, ob Dir wirklich etwas an der Beschäftigung liegt, oder ob Du einfach nur am Ziel sein möchtest, die intensive Arbeit Dich eigentlich doch nur nervt. Die Arbeit selber muss Dir Spaß machen, damit Du Dich mit diesem Ziel wirklich lange auseinandersetzen kannst. Damit Du die nötige Zeit investieren kannst, ohne dabei Krank zu werden.

Es ist nicht das Ziel, das wir wollen müssen, sondern der Weg.

Probier alles mal aus, und mach von dem mehr, was Dir Spaß bringt. Wenn Du das lange und intensiv genug machst, wird auch Ruhm kommen - Dir aber vermutlich nicht mehr besonders wichtig sein.

Die größten Erkenntnisse darüber, was mir wirklich liegt, kamen mir, wenn ich freigenommen habe, um mal ein paar Tage am Stück Zeit zu haben für eine Sache, von der ich dachte, sie würde mir Spaß machen. Die mir als Ziel auch Freude bereitete, mich forderte, interessant war - wo ich dann aber feststellen musste, dass es doch nur das Ziel (der "Ruhm") war, den ich interessant fand, die eigentliche Arbeit hingegen mir gar nicht so wirklich lag.

Das waren für mich sehr wertvolle Erkenntnisse über meine Werte, meine Ziele, und damit mein Leben.

Teil 3: Das Problem der Fotoausrüstung.
Teil 4: Deine Fotos brauchen Ziele.
Teil 5: Beherrsche Deine Foto-Ausrüstung.
Teil 6: Beherrsche die Fotografie.
Teil 7: Lerne zu gestalten.

Veröffentlicht am Do, 04. Nov 2010, 20:38 von Sam

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