Über Olaf Bathke fand ich einen Artikel zum Thema "Kündigung - es kann jeden Treffen", wo Michael Anhaeuser zu recht kritisiert, dass die Vorschläge auf Photoshelters Artikel zu diesem Thema nicht besonders realistisch seien.
Sehe ich ähnlich.
Meiner Meinung nach sollte man zwei Dinge tun, um besser für überraschende Änderungen an seiner Arbeitssituation gewappnet zu sein:
- Sich Kenntnisse aneignen.
Eine Anstellung ist kein gemachtes Nest (mehr), in dem man sich bis zur Rente ausruhen kann. Entsprechend sollte man seine Fähigkeiten, seine Kenntnisse, erweitern wann immer es geht, und sich auch Sachen aus ganz neuen Bereichen aneignen. Wer seinen Arbeitsplatz verliert, und Ahnung von Buchhaltung, Werbung, Kommunikation hat, hat eindeutig Vorteile sich selbstständig zu machen. Oder auch Vorteile, einen neuen Job zu finden. Am besten natürlich Sachen, die einem Spaß machen, das erhöht die Chance, in einer Arbeit zu landen, die einem ebenfalls Spaß macht. - Kontakte knüpfen.
Das A und O jeder Neuorientierung sind Kontakte. Wer gute Kontakte zu Kunden, Lieferanten oder Partnerfirmen hat, wer gut mit diesen Zusammengearbeitet hat, der wird viel eher Chancen haben, von dort Aufträge zu bekommen oder eingestellt zu werden. Typisches Beispiel sind Vertriebsmitarbeiter, die es oft schaffen, ihre besten Kunden mit zu ihrem neuen Arbeitgeber mitzunehmen. Als Negativbeispiel habe ich jemand erlebt, der seine Kunden regelrecht runtermachte, mobbte, sich nicht nur über seine "überraschende" Kündigung wunderte, sondern dann natürlich auch bei keinem dieser Kunden eine Chance auf Arbeit hatte, obwohl er dafür sehr gut qualifiziert gewesen wäre und die Firmen auch Mitarbeiter gesucht haben. Viele haben nur gute Kontakte zu ihren Kollegen, das hilft Ihnen aber in so einem Fall nicht weiter.
Das gilt natürlich nicht nur für Fotografen, sondern für jeden Menschen. Selbst Selbstständigen stehen diese beiden Aspekte der Vorbereitung gut zu Gesicht. Aber denen muss man das eigentlich nicht erzählen.
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