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Sam Jost
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Wie passend - direkt, nachdem ich meine Daten und die Sicherung überdacht und umgestellt habe, passiert genau das, weswegen ich das tu: Meine Festplatte meldet defekte Sektoren, einige Dateien sind nicht mehr lesbar.

Aber kurz bevor meine Datenplatte Defekte meldete, fielen auch beide Sicherungsplatten aus. Zum Glück waren ein paar Tage zwischen den Ausfällen, genug Zeit um mein Backup woanders zu machen, und ich hatte auch noch meine Datensicherung von vor der neuen Datenplatte.

Und das gemeinste: ich hätte das vorher Ahnen können. Außerdem müsste aus dieser Erfahrung eine weitere Nebenanforderung für meine Datensicherung entstehen:

Klingt schon ziemlich paranoid. Aber in diesem Fall war es genau dieser Punkt, der mich fast zerlegt hätte.

Was war schiefgegangen?

Recht simpel: ich hatte 3 Festplatten zu je 1,5TB bei einem Versandhandel gekauft. Da unter anderem ein großer Monitor mitbestellt wurde, kamen die Festplatten nicht mit den üblichen Paketdiensten, sondern mit einem Versand, den wir nicht ohne Grund zu "die Töffel" umgetauft haben.

Als ich den Karton auspackte, stutzte ich schon, zog aber nicht die richtigen Schlüsse: zwei der Festplatten waren ab Werk in einer Pappschachtel als Transportschutz, diese war bei beiden Festplatten kaputt, die Festplatten schauten also teilweise aus ihrer Transportpackung raus.

Aber da war ja noch der Karton mit Verpackungsmaterial drumrum, dazu waren in der Sendung auch noch Dinge, die wir gar nicht bestellt haben, irgendwie nahm ich das zwar zur Kenntnis, reagierte aber nicht weiter darauf.

Die erste Festplatte, eine Western Digital in Pappschachtel, gab eigenartige Klickgeräusche von sich und wurde vom Computer gar nicht erst erkannt.

Defekt ausgeliefert, na toll.

Die zweite Festplatte, eine Seagate, ebenfalls in Pappschachtel, hängt sich und den Rechner auf, als ich meine Daten auf die Festplatte spielte.

Laut Festplattentools war die Platte hinüber.

Die dritte Festplatte, eine Samsung in Kunststoffschutzpackung, zeigte nach einer Woche Betrieb Lesefehler bei dem Versuch, die Daten, die drauf waren, zu sichern.

Meine Schlußfolgerung: der Karton, in dem die drei Festplatten waren, ist irgendwann im Laufe des Versands mal mehrere Meter tief von einem Transportband gefallen. Zwar flach auf eine Seite, so das keine äußerlichen Schäden sichtbar waren, doch für die Festplatten war der Stoß hart genug, da innerhalb des Kartons nicht genug Puffer war, um den Aufprall abzufedern. Daher auch die zerrissenen Pappschachteln der Festplatten.

Jetzt leben meine Daten auf einer 1,5TB Festplatte vom lokalen Elektrogroßmarkt, meine Datensicherung passt grade noch so auf meine alten 750GB Festplatten, während ich die anderen Festplatten beim Versand reklamiere... Was bin ich froh, meine alte Datensicherung aufbewahrt zu haben, bis ich sicher bin, dass die neue läuft.

Wieder was gelernt. Und festgestellt, das man ziemlich gute Nerven braucht, wenn scheinbar alle Festplatten um einen herum unvermittelt den Geist aufgeben.

Kommentar von Stefan vom Donnerstag, 3. September 2009 08:37:
Die Erfahrung kann ich bestätigen: Habe auch schon erlebt, wie ein RAID-5-Turm gestorben ist, weil faktisch zeitgleich mehrere Platten gestorben sind: RAID-5 erkannte Fehler, Hot-Standby-Platte wurde aktiviert; kurze Zeit später starb eine weitere Platte, so daß das RAID wieder ohne Redundanz lief. Sofort neue Platte gekauft und 'reingeschoben - und beim Rebuild der Datenredundanz starb eine dritte Platte... game over, zumindest wenn man kein weiteres Backup hat.

Veröffentlicht am Do, 03. Sep 2009, 09:01 von Sam

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