LEDs
Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Durch die Fotografie habe ich mich in den letzten Jahren immer mehr mit den verschiedenen Leuchtmitteln auseinandergesetzt die es so gibt. Nicht nur wegen des geringeren Stromverbrauches, sondern vor allem weil mich das gelbe Licht von normalen Glühbirnen störte.

Bisher waren Energiesparbirnen meine Favoriten, vor allem seit es welche mit 4500-5500 Kelvin Lichtfarbe zu kaufen gibt: dieses nicht ganz so gelbliche Licht empfinde ich als angenehmer zum Lesen (und Fotografieren).

Dazu kann man aus Energiesparleuchten wunderbar kreative Lampen basteln, da sie nicht so heiß werden wie herkömmliche Glühbirnen, schick!

Leider haben Energiesparbirnen Nachteile: sie brauchen eine Weile, bis sie leuchten, mit der Zeit werden sie schwächer, in der Entsorgung sind sie eine starke Belastung für die Umwelt.

Als ich auf ebay über Leuchtmittel von ZLight stolperte, die aus LEDs aufgebaut sind und ebenfalls eine Lichtfarbe von 4500 Kelvin haben sollen, musste ich mir mal welche zum Ausprobieren zulegen, um mal zu sehen ob die vielleicht ein guter Ersatz für mich wären.

Heute kamen die LED-Glühbirnen mit der Post, und ich hab mal Vergleichsfotos gemacht: Links die normale 40 Watt Glühbirne, in der Mitte eine 21 Watt Energiesparbirne und rechts eine 3 Watt LED-Birne.

Das obere Foto ist jeweils die Birne nackt, darunter mit einem Lampenschirm drüber, und das unterste Foto sind Papiere auf dem unter der Lampe stehenden Tisch.

Alle Fotos sind mit den gleichen Belichtungsdaten (Blende, Zeit, Iso, Weißabgleich) aufgenommen, damit man sich die unterschiedliche Wirkung besser vorstellen kann.

Vergleich verschiedener Leuchtmittel

Wie man sieht überzeugt diese LED-Birne noch nicht so ganz. Licht gibt sie in erster Linie nach unten ab, und sie ist sichtbar weniger Hell als die anderen beiden. Dafür verbraucht sie allerdings mit 3 Watt extrem wenig Strom.

LEDs scheinen für gerichtetes Licht besser geeignet zu sein. Hier mal eine herkömmliche 60 Watt Glühbirne gegen ein LED-Leuchtmittel mit 6 Watt. Oben ein Foto der Birne, unten wieder das beleuchtete Papier, Aufnahmedaten sind wieder Identisch, damit die Fotos vergleichbar sind:

Strahler, LED und Normal

Das LED-Leuchtmittel ist vergleichbar hell, nicht so Gelbstichig, und das bei einem Zehntel an Stromverbrauch!

Hier gewinnt für mich ganz klar die LED!

Nur leider gibt es dafür zwei große Nachteile:

1) ist die LED-Birne so groß, dass sie in einige Fassungen nicht hineinpasst, und ist so schwer, dass der flexible Hals unserer Stehlampe den Kopf hängen lässt, wenn man die Birne einschraubt.

2) Flimmert das Licht der LEDs unangenehm zum Lesen. Ich könnte nicht erklären warum, es fühlt sich einfach unangenehm an (vielleicht nur eine Frage der Umgewöhnung?)

Auf jeden Fall halte ich die LEDs für die Leuchten der Zukunft, auch wenn sie im Moment noch verbesserungswürdig sind. Hauptproblem ist wohl, dass die Glühbirnenform für LEDs total unpraktisch ist. Sie sind besser für Flächenleuchten geeignet, die Lampen werden sich ändern müssen.

Größter Vorteil dieser LED-Leuchtmittel: sie sind RoHS-Konform, verzichten also auf bekannt Umweltschädliches Material! Krasser Gegensatz zu Energiesparleuchten, die Sondermüll sind.

Osram verkauft ebenfalls solche LED-Leuchtmittel, die zwar auch ziemlich lichtschwach sind, aber im Gegensatz zu denen von ZLight wenigstens nicht flimmern.

[Update] Als nächstes werde ich mir mal Light Engines 4.2 holen, hatte mal eine zum ausprobieren, und das Licht sah recht vielversprechend aus.

Veröffentlicht am Mi, 21. Jan 2009, 06:13 von Sam

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