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Sam Jost
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Es ist schon eigenartig, wie man Dinge erst dann bemerkt, wenn man auf sie achtet: seit ich um all die lustigen Wirkungen von Quecksilber im Körper wusste, fiel mir auf wie sehr sich diese verstärkten, wenn ich heiße Getränke trank.

Das war der letzte Tropfen auf dem heißen Stein: mir war klar, das Amalgam musste raus, und zwar bald.

Ich vertraue meinem Zahnarzt, und bin nach wie vor der Meinung, dass er sehr gute Arbeit macht, also ließ ich mir die Füllungen in zwei Sitzungen durch Komposite ersetzen.

Ohne Kofferdam.

In jedem Forum würde diese Aussage zu einem Aufschrei führen. Amalgam ausbohren ohne Kofferdam, das wäre doch Wahnsinn, wie kann man nur so verrückt sein, dann müsse man sich nicht wundern wenn die Quecksilbervergiftung danach voll zuschlägt.

Hat sie aber nicht. Und der Verzicht auf Kofferdam hat dabei eher geholfen: Was bringt Kofferdam? Es fängt die ausgebohrten Stücke Zahn und Füllung auf. Dummerweise bekommt man diese nicht restlos aus dem Kofferdam, so dass einige der Stückchen beim abziehen des Kofferdam dann doch in den Mundraum fallen.

Dafür ist Kofferdam bei der Arbeit im Weg, und zwar nicht nur dem Zahnarzt beim Bohren, sondern vor allem der Sprechstundenhilfe beim Absaugen.

Verschlucktes Amalgam wandert eher harmlos durch die Verdauung und wird ausgeschieden, eingeatmete Dämpfe sind das gefährliche.

Die paar Krümel, die dank Kofferdam nicht in den Mund fallen, wären eh harmlos gewesen, die Dämpfe sind richtig schädlich, die schlechter abgesaugt werden können weil das Kofferdam im Weg ist.

Beeindruckend wie hartnäckig sich falsche Empfehlungen halten.

Veröffentlicht am Mo, 22. Dez 2008, 23:06 von Sam

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