eine Möwe
Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie
Im Kwerfeldein-Forum kam die Idee auf, einfach mal 30 Tage lang jeden Tag ein Foto zu machen, und es zu veröffentlichen. Und wie das so mit Ideen ist, am besten man startet sie gleich, also ist das Ziel jeden Tag im November ein Foto zu machen und zu veröffentlichen. Einfach irgendein Foto, nichts besonderes.
 
Ich werde das mal versuchen, auch wenn ich da Probleme auf mich zukommen sehe, da wir nächste Woche zu einer Fortbildung fahren und Mitte des Monats umziehen, aber was solls, Versuch macht kluch, wie es so schön heißt.
 

01. November 2008

Habe heute entschieden, dass meine Fotos eher ein Bildertagebuch werden. Auch wenn wir heute Mittag bei einem wunderbaren Tango-Improvisations-Workshop waren, das Thema bei mir im November ist der Umzug in eine neue Wohnung. Natürlich gehört zu einem Umzug putzen und renovieren: um sowohl Holzfußböden wie auch Wände besser auffrischen zu können, habe ich heute die Fußleisten abmontiert, und war doch sehr erstaunt wie viel Staub sich hinter der Heizung auf einer Fußleiste sammeln kann:
Fußleisten hinter Heizung mit viel Staub drauf
 

02. November 2008

Großen Waschtag hatten wir heute, und natürlich haben wir weiter in der neuen Wohnung geräumt. Schon wieder abgeschraubte Fussleisten wäre ja langweilig, stattdessen gibt es ein Foto von der Geburtstagsfeier, auf der wir anschliessend waren.
Die Gastgeberin hatte sich selber einen Ofen geschenkt, und Feuer ist einfach faszinierend - in den Flammen finden sich immer wieder Gestalten und Wesen wieder, es macht einfach Spaß sich das anzusehen:
Feuerwesen
 

03. November 2008

Eigentlich wollte ich heute Böden schleifen. Aber zuerst hatte ich das falsche Schleifpapier. Dann hatte ich eine Profimaschine gemietet, aber die war schlicht nicht da. Übergangsweise hatte ich immerhin schon mal das richtige Schleifpapier, doch dummerweise an der falschen Stelle.
Als ich endlich mit irgendwas anfangen konnte war es 17 Uhr, und eine Stunde später war das Schleifpapier auch schon wieder aufgebraucht.
Entsprechend fühlte sich mein Tag heute fast nur nach Warten an, dafür hab ich meine neuen Tanzschlappen abgeholt, von Jens erstklassige Tipps fürs Renovieren bekommen, Probeanstrich mit Lehmfarbe gemacht, Türen gängig gemacht, Foto-Dauerlicht ausprobiert, und ein Stromkreisabschaltdingens in der neuen Wohnung kennengelernt.
Ich warte
 

04. November 2008

Heute früh konnte ich endlich die ersehnten Schleifmaschinen abholen, und hab prompt fast den ganzen Tag Böden abgeschliffen. Erst mit 36er, dann nochmal mit 36er, dann 60er und nochmal, und dann noch zweimal 100er. Fläche mit dem Walzenschleifer, Kanten mit Tellerschleifer. Dann frisch von vorn im Flur. Hab selten so viel Staub aufgewirbelt wie heute.
Und danach fragt Birgit mich tatsächlich warum ich eigentlich den Umstand mache - hm, stimmt, eigentlich wollte ich den Boden doch nur nachölen. Bin wohl etwas übers Ziel hinaus geschossen...
Tellerschleifer und frisch geschliffener Boden
 

05. November 2008

Die meiner Meinung nach beste Investition ist es, sein Geld und seine Zeit dafür einzusetzen, Dinge zu lernen. Und am besten Dinge, die einem Spaß machen.
Das ich unsere neue Wohnung selber gründlich renoviere, ist ein gutes Beispiel dafür: ich setze mein Geld und meine Zeit dafür ein, jede Menge handwerkliche Tätigkeiten zu lernen, anzuwenden und zu üben. Vor allem mein Maler hilft mir da erstklassig mit super viel Information, Tipps, Einweisungen, Materialkunde weiter.
Teilweise ist es zwar Knochenarbeit, vor allem wenn man (wie ich Depp) sich unter Zeitdruck setzt, aber die Kenntnisse, die ich dabei erwerbe, kann ich immer wieder gebrauchen, handwerkliche Fähigkeiten sind nützlich.
Sichtbarste Neuerung heute war das Ölen des frisch geschliffenen Holzbodens:
Frisch geölter Boden
 

06. November 2008

So, zwischen Umzugskartons, auseinandergebauten Möbeln und Renovierungsklamotten packen wir mal eben den Koffer und fliegen zum Salsa-Kongress München - das hatten wir schon lange gebucht bevor wir wussten das wir im November umziehen würden.
Koffer packen zwischen Umzugskartons
 

07. November 2008

Nachdem wir gestern per Auto, Flieger und Bahn ans andere Ende Deutschlands gefahren sind, abends noch einen nicht besonders spannenden Workshop mitgemacht haben, haben wir uns heute erstmal gründlich erholt: ausgeschlafen, am Frühstücksbuffett sat gegessen, noch etwas hingelegt, ein wenig durch München gewandert, lecker Mittag gegessen, uns wieder ein wenig hingelegt.
Abends ging es dann zu einem sehr anspruchsvollen Workshop über Musicality bei Edie und Fige, der super war.
Das Foto des Tages gibt es allerdings vom Spaziergang:
Spaziergang in München
 

08. November 2008

Heute waren wir tanzen, tanzen und tanzen. Am besten waren wie erwartet der zweite Workshop zu Musicality mit Edie und Peter Fige.
Akrobatik bei Roy & Talia war super unterrichtet, aber nichts für uns, die Workshops bei Lehrern die weder Englisch noch Deutsch sprachen, waren etwas schwierig - wie überstehen das bloss die Leute die kein Englisch können? Und der Workshop wo Beginners dran stand, der aber sofort mit Doppeldrehung in Touch&Go anfing (und das in Italienisch) war fehlplaziert. Hat Spaß gemacht!
Stattgefunden hat der komplette Salsa-Kongress im Umfeld der Münchner Kultfabrik, wo Donnerstag und Sonntag tote Hose war, wohingegen Freitag und Samstag die Luft brannte. Umgeben waren wir von entsprechend illustren Läden wie dem Rafael (wir haben nicht nachgesehen ob dort drin vielleicht auch getanzt wurde):
Bar Rafael in der Münchner Kultfabrik
 

09. November 2008

Auch heute wieder von 11 bis 18 Uhr Salsa-Workshops, und wieder waren ein paar echte Highlights dabei, und anderem der "Sexy Moves"-Workshop den Farid gegeben hat - der Kerl ist ein echter Entertainer, machte super Spaß bei ihm:
Farid Conga tanzt die Sexy Moves nochmal vor
Da wir uns am Montag ausruhen konnten, haben wir am Sonntag auch mal auf die allabendliche Party geguckt, um festzustellen, dass das nichts für uns ist: Mega-Laut, eine sehr schwache Getränkeauswahl (Apfelschorle ist aus. Mango auch. Bionade gibts nicht. Und stilles Wasser von Apollinaris, welches voll eklig schmeckt).
 

10. November 2008

Ausgeschlafen, ein letztes Mal das Hotelfrühstück genossen, Sachen gepackt, ausgescheckt, Koffer ins Schliessfach, ein wenig in Uni-Viertel Münchens bummeln - viel netter als die Innenstadt mit ihren langweiligen Ketten-Geschäften.
Noch was gegessen, zum Flughafen, nach Hamburg fliegen, ins Auto, nach Hause fahren. Auf dem Weg beim Stammchinesen das Abendessen zum mitnehmen bestellt, lecker.
Das Foto entstand in Hamburg: die rechte Spur führt in den Süden, die mittlere zu Ikea, unsere gen Norden.
Viele Autos auf der Straße
 

11. November 2008

Heute hab ich mit Peter zusammen die letzten Fußböden in der neuen Wohnung geschliffen. Bis auf weiteres hab ich jetzt auch echt keine Lust mehr auf Schleifmaschinen und Staub, aber die Fußböden sehen richtig gut aus!
Danach haben wir noch Salsa unterrichtet, und jetzt leg ich die Füße hoch:
Sam legt die Füße hoch
 

12. November 2008

Heute habe ich den ganzen Tag Holzdielen geölt und poliert, und wollte eigentlich ein Foto meiner ölverschmierten Hände machen. Nur wollte ich mit den ölverschmierten Flossen nicht die Kamera anfassen, also gibt es jetzt ein Foto von den wieder vom Öl befreiten Händen, und eine nicht ölverschmierte Kamera:
Saubere Hände
 

13. November 2008

Jetzt geht es an die Wände: statt Tapeten kommt bei uns Lehmstreichputz an die Wände, wir finden das viel angenehmer als Tapeten mit Dispersionsfarbe. Allerdings rollt man Lehmstreichputz nicht auf, sondern verstreicht ihn Kreuzweise mit einem Ovalquast. Von der Verarbeitung finde ich das sehr angenehm, auch wenn man dafür länger braucht als zum verrollen von Farbe.
Was man nicht tun sollte, ist gleichzeitig mit Lehmstreichputz und einer Kamera zu hantieren, der Streichputz besteht ja aus feinem Lehmsand und wirkt somit wie flüssiges Schleifpapier. Mir ist ein Spritzer vorne aufs Objektiv geflogen. In diesem Fall bin ich dankbar, dass mein Vorbesitzer einen UV-Filter draufgeschraubt hatte, und ich ihn bisher auch nicht entfernt habe, somit ist höchstens der Filter hin .
Hand mit Ovalquast verstreicht Lehmfarbe
 

14. November 2008

Heute ist mir das erste Mal aufgegangen wie ergiebig Lehmstreichputz eigentlich ist: einen 6Kg-Eimer hatte ich angerührt, ohne mir viel dabei zu denken. Zu zweit strichen wir bis Mittag am Wochzimmer, bis ich mir langsam Sorgen machte, ob ich es während des restlichen Tages alleine überhaupt schaffen würde, den Rest zu verstreichen.
Erstaunlicherweise war der Lehmputz Abends dann doch leer, ganz knapp bevor ich die Küche fertig hatte. Neuen anrühren lohnte nicht mehr, Sonntag wird weiter gestrichen.
Nachdem ich von 8 bis 18 Uhr gequastet hab bin ich jetzt allerdings ziemlich müde. Viel zu müde, um noch Salsa tanzen zu gehen, zumal das renovieren morgen früh weitergeht. Ich war sogar so müde, dass ich schon gefürchtet hab ich würde einschlafen bevor ich ein Tagesbild gemacht habe:
Sam schläft in Paloma-Picasso Bettwäsche
 

15. November 2008

Beim Einzug in eine neue Wohnung gehört es für mich einfach dazu, gründlich sauber zu machen, also habe ich heute zusammen mit Greta in den Räumen, wo die Renovierungsarbeiten abgeschlossen waren, geputzt. Fenster geputzt, Rahmen geputzt, Heizung geputzt, Fußleisten geputzt (und gewachst und angeschraubt), Türen geputzt, vergeblich versucht Hartöl von Fliesen zu putzen, ohne Terpentin wird das wohl nichts.
Anschliessend habe ich noch Küche und Bad gestrichen, damit die Morgen geputzt werden können, und festgestellt, dass im Flur mal mit Gips Löcher verspachtelt wurden, was eine ganz schlechte Idee ist, da Gips sich nicht mit dem Mauerwerk drunter verträgt und die beiden nun versuchen sich mit Gewalt voneinander zu lösen. Werde den beiden morgen mit einem Spachtel helfen, und den Kram mit Lehm zumachen, das verträgt sich mit der Wand besser.
Hier einer der vielen abgenüdelten Putzschwämme, und das frisch geputzte Schlafzimmer:
Putzschwamm mit frisch geputztem Schlafzimmer
 

16. November 2008

Hab heute von Morgens 8 Uhr bis 24 Uhr in der Wohnung gerödelt, geputzt, angeschraubt, Böden geseift, Schrank zusammengebaut, Sachen rübergetragen, Steckdosen geputzt, Folien zusammengelegt, hier einfach nur ein Bild das für den heutigen Tag passt (bin zu müde für bessere Angaben):
Zugesteller Flur
 

17. November 2008

Der Boden im Wohnzimmer ist eingeseift, die gestern Abend geputzten Fußleisten haben wir angebracht, Greta hat das Bad Grundsaniert, Telefon funktioniert in der neuen Wohnung (DSL zum Glück noch in der Alten) Birgit und Peter haben den Flur gestrichen, den Schrank im Flur haben wir zu Ende gebaut und vor allem haben wir im Schlafzimmer schon mal angefangen unseren Kleiderschrank und das Bett aufzubauen. Jetzt wird es langsam wohnlich! Noch 6 Tage bis Umzug!
Möbel aufbauen
 

18. November 2008

Haben weitere Regale in die neue Wohnung gebracht, das Bett fast fertig gebaut, Regalbretter für den Wandschrank zurecht gesägt, altes Silikon aus den Fugen gekratzt, einen Hartöl-Entferner gefunden der funktioniert, Fußabtreter gekauft.
Bei all dem hin und her gefahre fällt erst richtig auf, dass es kaum Parkplätze bei der neuen Wohnung gibt. Man könnte natürlich gegenüber der Wohnung im Halteverbot stehen, so wie es dieser Einkaufswagen schon seit einigen Tagen tut:
Einkaufswagen im eingeschränkten Halteverbot
 

19. November 2008

Bis unser DSL wieder geht wird es nach Angabe von TeleX um die 10 Tage dauern, im Moment lade ich die Fotos mit meinem Handy hoch, etwas umständlich.
Hab mir mal einen Tag Erholung gegönnt, ausgeschlafen (bis ca. 8 Uhr), Sachen in die neue Wohnung gebracht, Regale im Flurschrank angebaut, Peter hat das Bett zu Ende gebaut, Birgit die meiste Kleidung in die neue Wohnung geholt, das Regal in der Küche wieder angebaut.
Vor allem aber habe ich endlich einen Reiniger gefunden, der das Hartöl von den Fliesen löst. Da er auch Gummihandschuhe und Putzschwämme auflöst hab ich mich mit dem Foto etwas beeilt, bevor sich die Kamera oder meine Hand auflöst:
Scharfer Reiniger löst Gummihandschuhe und Schwämme auf.
 

20. November 2008

Haben noch ein paar Sachen in die neue Wohnung gebracht, was gegessen, um dann mal eben bei der Bank die Konditionen der Mietkautionsverpfändung zu erfragen, die der Vermieter uns vorgeschlagen hat. Erste Filiale der neuen Nospa meint wegen der Adresse auf dem Formular, die nächste gegenüber McDonalds wäre zuständig. Kommt mir komisch vor,
aber geh ich dort mal fragen. Die Verweisen mich, wiederum aufgrund der Adresse, zur nächsten Ecke, eben die Straße hoch. Dort treffe ich zufällig eine Dame, die vom Mittag kommt, die mich wieder an die Filiale verweist, in der ich zuerst war. Lustige Rundreise durch die Nospa.
Zum Ausgleich hab ich weitere Kartons in die neue Wohnung gebracht, Peter seelisch dabei Unterstützt als er die Silikonfugen im Bad nachzog, in den Baumärkten ein bestimmtes Regalsystem gesucht und nicht gefunden, und dann nach dem Abendessen mit Birgit zusammen Kartons ausgepackt. Wir haben uns sogar kurz am schön leerem Dachboden erfreut.
Birgit an der grünen Bank
 

21. November 2008

Wir haben weiter unsere Wohnung in Kartons geräumt, und heute früh haben wir auch unsere Computer eingepackt und in die neue Wohnung gefahren. Damit haben wir nicht nur kein Telefon und kein DSL mehr zu Hause, sondern auch keine Computer. Entsprechend habe ich für heute zwar ein Bild gemacht, es aber nicht bearbeitet, und auch nicht hochgeladen - das hole ich nach, sobald der Rechner wieder läuft, vermutlich Sonntag Abend, nach vollzogenem Umzug.
Überhaupt ist heute die Technik umgezogen, die Stereoanlage samt CDs und DVDs ist jetzt in der neuen Wohnung, und mein ganzes Fotozeugs ist auch rübergewandert.
Rechner in Kartons verpackt
 

22. November 2008

Der Umzug naht mit Riesenschritten. Haben heute alles, was wir zum Übernachten brauchen, in die neue Wohnung gefahren, kurz nach einer Latexmatratze ausschau gehalten, gab aber nur Kaltschaum (und von wegen Elastizität ist identisch, das mag beim Schlafen gelten, aber bei anderen Aktivitäten im Bett ist Latex einfach besser).
Noch ein paar Sachen in die neue Wohnung gebracht, die Suppe für morgen in Empfang genommen, wieder in die alte Wohnung.
Und dann haben wir eingepackt, und Möbel zerlegt, und eingepackt, und Sachen abgebaut, und eingepackt, und Kartons nachgekauft und eingepackt - wo kommen bloß all diese Sachen her?
Dann ab in die neue Wohnung, dort den Flur frei geräumt, Badkram ausgepackt und ins Bett gefallen (liege grad im Bett und schreib das hier auf dem Handy).
Der Umzug kann kommen!
Möbel zerlegt und Kartons gepackt
 

23. November 2008

Die erste Nacht in der neuen Wohnung war ungewohnt, vor allem weil wir als Notlösung auf Federkern statt Latex schlafen, das Bett fühlt sich ständig unter Spannung an. Früh aufgestanden, den Duschvorhang mit Gaffertape angeklebt, Chai auf dem Boden getrunken, den Flur frei geräumt, in die alte Wohnung, Umzugshelfer empfangen, Anhänger in Hinterhof gelotst, dann gings ganz schnell. Drei Autos und der Anhänger pendelten zwis hen den Wohnungen, ständig wurde ein- und ausgeladen, keine zwei Stunden später war der Umzug durch.
Für die, die nicht gleich los mussten bekamen Gemüsesuppe, kurz danach kamen noch leckere spanische Tortillas und Apfelkuchen. Hat Spaß gemacht, auch wenn wir teils mehr Helfer als Aufgaben hatten.
Mit Maria haben wir in der alten Wohnung Weiter ausgemistet.
Jetzt fangen wir langsam an, die neue Wohnung einzurichten, Kartons auszupacken - zu überlegen was wo hin kommt. Den Start macht die Küche, die braucht man ständig, Sofa und Tisch stehen auch schon, haben den Rest Tortilla gegessen, Rotwein entdeckt und gehen auch bald schlafen.
Birgit und Sam und Rotwein und Sofa
 

24. November 2008

Ein sehr wichtiger Entscheidungsgrund für die neue Wohnung war das Vorhandensein eines Kaminofens - doch leider steht der nun schon seit Anfang an nicht angeschlossen mitten im Raum, denn die alte Ofenplatte, auf der er stand ist etwas verunstaltet und passt auch nicht mehr in die Lücke. Da die Lieferung der neuen Platte aus unerfindlichen Gründen länger dauert als erwartet, hab ich heute mal eine Schlosserei angerufen, wie lange es dauern würde so eine Platte anzufertigen: "können sie gleich mitnehmen", wurde mir gesagt, also bestellte mein Vermieter die andere Platte ab, und fuhr mit mir hin.
Unglücklicherweise kamen wir kurz vorm Mittag, aus "gleich mitnehmen" wurde nichts. "Heute Nachmittag können Sie sie abholen" kam stattdessen. Doch als meine Vermieter Nachmittags hinfuhren um die Platte abzuholen, war sie immer noch nicht fertig. "Morgen früh ab sieben auf jeden Fall" hieß es dann. Vielleicht sollten wir morgen früh lieber mal anrufen bevor wir hinfahren, nicht dass sie schon wieder nicht fertig ist...
Aber so nebenher habe ich uns eine neue Latexmatratze über ebay beim Hersteller bestellt, deutlich günstiger als im lokalen Matratzen-Outlet, bessere Qualität (Naturlatex statt Kunstlatex), und schneller geliefert (3 Tage statt 3 Wochen), eine Viertelkreisförmige Schreibtischplatte für die Ecke des Wohnzimmers, und einen Spiegel fürs Badezimmer.
Der Ofen wartet auf seine Bodenplatte
 

25. November 2008

Ich bin ja lernfähig, also habe ich heute früh bei der Schlosserei angerufen, bevor wir hinfuhren um die Ofenplatte abzuholen. Sehr gute Idee, denn der Lack war noch nicht trocken, nachmittags aber bestimmt.
Auch am Nachmittag rief ich glücklicherweise vorher an, denn der Lack war immer noch nicht trocken (dabei hatte man vor Auftragserteilung behauptet, der Lack wäre nach 10 Minuten trocken). Vielleicht wird das ja morgen was mit dem Ofen.
Internet haben wir auch noch nicht, die Schreibtischplatte wird noch Wochen dauern, wir haben die Rechner trotzdem ausgepackt, und all die Fotos gesichtet und bearbeitet (und am Tag drauf im Büro hochgeladen).
Wir waren noch mal in der alten Wohnung, den letzten Kleinkram von den Wänden schrauben und die Löcher zuspachteln - dabei habe ich entschieden, irgendwann einen Blog-Beitrag "von der Kunst, Löcher zuzuspachteln" zu schreiben.
Dübel aus der Wand ziehen um das Loch zuzuspachteln
 

26. November 2008

So, jetzt stelle ich Text und Bild am Tag danach ein, weils einfach deutlich praktischer ist, das kurz in der Firma zu machen statt aufwändig übers Handy einzutippern.
Heute früh fanden wir den Fön, den wir gestern erfolglos gesucht haben, in einem Karton wo "Bad" draufstand - hatten nicht erwartet, dass das richtig einsortiert war. Dafür hatte ich das Bügeleisen ganz unten im Karton "Schuhe" versteckt, das war schon mehr was ich erwartet hatte.
Auch heute telefonierte ich mit der Schlosserei, bevor wir uns auf den Weg machten, und siehe da, eine Erfolgsmeldung! Die Platte ist trocken und kann abgeholt werden! Yeah! Jippie!
Die Spedition rief an, sie würden uns morgen gerne die bestellte Matratze zustellen, ob das passen würde - haben uns dann darauf geeinigt, dass sie 30 Minuten vorher durchrufen und ich dann nach Hause komme, damit ich nicht den ganzen Tag dort warten muss. Sehr schön!
Wir haben dann noch in der alten Wohnung allerlei Gerümpel zum Recyclinghof gebracht, unter anderem die alte Matratze. Dabei hatte ich ein peinliches Erlebnis mit einem Container für Elektroschrott: Ich wollte es mir ersparen, zum Eingang um den Container zu laufen, und warf stattdessen die Box locker lässig über die Kante in den Container. Ein sattes Plonk verriet mir, dass dieser Container oben nicht offen war, und die Box auf dem Dach gelandet war. Mist. Also raufgeklettert, runtergeholt, rumgelaufen, ordentlich reingeworfen.
Dann haben wir die Ofenplatte abgeholt, und irgendwie wunderte ich mich nach dem Einladen dann doch ein wenig über meine schwarzen Finger - ich dachte die soll trocken sein? Und zu Hause sahen wir dann, dass jemand auf einer Ecke mal ein Tuch auf den Feuchten Lack gelegt haben muss, da sind Fussel im Lack. ARG! Platte erstmal im Flur abgestellt, da kümmern wir uns morgen drum. Trotzdem haben wir schon mal Holz gekauft, nicht dass der erste Test dann daran scheitert.
Heute kam auch das erste Mal seit Nachsendeauftrag Post. Juchei! Unter anderem die Kündigungsbestätigung unseres DSL-Anbieters - hey, wieso Kündigung? Wir wollten doch weiter DSL haben. Die Hotline natürlich wieder überbelastet, laut Ansage solle man gerne später anrufen. Wir rufen später an, erreichen auch jemand, aber die Leute, die zu unserem Fall Auskunft geben könnten sind natürlich schon alle im Feierabend. Wenig hilfreich.
Mittags versuchen wir bei Roberto Räumlichkeiten für unsere Salsa-Weihnachtsfeier (im Januar) zu bekommen, sollte klappen, und Abends nach dem Salsa-Unterricht räumen wir noch das Schlafzimmer ein, endlich hab ich meinen Kleiderschrank zumindest grob aufgeräumt.
Das Foto von Heute: habt ihr schon mal versucht eine 160x200cm Latex-Matratze zu transportieren? Latex ist ja schwer und beweglich, wie ein nasser Sack. Hebt man eine Ecke an, so liegt der Rest immer noch schwer auf dem Boden. Hebt man alle Ecken an, so liegt die Mitte immer noch schwer auf dem Boden.
Es gibt aber einen einfachen Trick: unter die Matratze krabbeln, gebückt aufstehen, dann kann man als Schildkröte ganz gemütlich mit der Matratze überall hin laufen, und es fühlt sich nicht mal besonders schwer an:
Sam spielt Schildkröte mit einer Matratze
(man merkt ich hab wieder eine Tastatur, der Text ist viel länger als über Handy)
 

27. November 2008

Ein Tag mit Höhen und Tiefen. Als erstes vom Vermieter gehört, dass er für den Schuppen im Garten eine Baugenehmigung braucht, und das mindestens bis Januar dauern wird. Nun, wir werden wohl noch etwas Zeit ohne Lagerraum für Holz, Fahrräder und so auskommen müssen. Um halb zwölf ruft der Spediteur an, er würde die Matratze gerne gegen 12:30 liefern, wunderbar! Klappt alles, ich räum den Flur frei(er), er kommt, wir stellen kurz den Karton mit Matratze in den Flur (ja, Karton, die Matratze ist nicht Vakuumverpackt wie bei anderen Lieferanten, da das schlecht für die Matratze ist), Empfang quittiert, weg ist er wieder.
Doch jetzt riecht es eigenartig im Flur. Nicht gut. Noch etwas genauer: es riecht nach Hundescheiße.
Mist! Der Spediteur ist in einen Hundehaufen auf der Straße getreten, und hat davon ein paar Fußabdrücke im Flur verteilt. Bloß schnell weg damit, bevor sich der Geruch in der Wohnung verteilt. Die Fußmatten mit Scheiße dran (zum Glück nur die alten) noch schnell in den Garten geworfen.
Bei verschiedenen Baumärkten und Glasern Angebote für einen Badezimmerspiegel 100x80cm eingeholt, und bei einem Glaser bestellt, soll nächste Woche kommen.
Spätnachmittags treffe ich mich mit dem Hausmeister in der alten Wohnung, gucken was wir für die Übergabe noch machen müssen. Da der Nachmieter sich bei ihm nicht weiter gemeldet hat, geht er natürlich davon aus dass wir noch ziemlich viel in der Wohnung streichen müssen. Ärgerlich. Kurz Abklebeband und Abdeckfolie um die Ecke gekauft, und schon mal angefangen mit einem Rest Farbe zu streichen bis die Farbe alle ist. Morgen mehr, und den Nachmieter kontaktieren, ob er nun will oder nicht.
Abends haben wir dann endlich gemeinsam mit dem Vermieter die Ofenplatte in die Ecke gelegt, und ... die Ecke ist nicht Rechtwinklig. Kurzerhand entscheiden wir, dass uns der sichtbare Spalt Holz nicht juckt, wir da irgendwas schwarzes improvisieren, wir wuchten den Ofen auf die Platte bis alles passt, heizen ihn an, und stossen mit einem Glas Sekt darauf an!
Dann noch schnell die Matratze ausgepackt, die Treppe hoch ins Schlafzimmer damit (wieder indem ich einfach drunter krabbel), und damit reichts auch für heute.
Karton mit 160x200cm Matratze drin
 

28. November 2008

Vom Nachmieter gibt es nichts neues, also gehen wir heute früh in die alte Wohnung und streichen die gröbsten Zimmer weiß. Zum Glück geht das schnell, die Zimmer sind ja leer, nichts steht im Weg, nichts lenkt vom Malen ab.
Da Birgit beim Einzug in die Wohnung renoviert hat (und das zum Glück auch schriftlich vom Vermieter hat), nehmen wir Abstand davon, alle Zimmer restlos neu zu malen, wir beschränken uns auf die offensichtlich "nicht dekorativen" Wände (dabei ist Orange doch eigentlich sehr dekorativ, oder)?
Die Versuche, den Verwalter für eine Übergabe noch am gleichen Tag zu erreichen, scheitern allerdings. Vielleicht sollten wir die Schlüssel noch schnell in ein Expresseinschreiben stecken und an die Hausverwaltung schicken, um den Termin einzuhalten?
Nachmittags versuche ich noch ein wenig zu arbeiten, farbbekleckert wie ich bin. Nach Feierabend, zu Hause angekommen heize ich den jetzt ja stehenden Ofen an während ich die Anleitung dazu lese. Sind ja doch ein paar interessante Hinweise drin.
Abends erreichen wir auch endlich den Hausverwalter, er sagt uns eine Übergabe der Wohnung für Samstag 11 Uhr zu, vielleicht auch wegen dem eingestreuten Hinweis, dass wir den Schlüssel sonst per Express nach Hamburg zur Hausverwaltung schicken müssten, um den Termin einzuhalten.
Zur Feier des Abends fahren wir zum Salsa-Tanzen in die Alte Schule.
Sam beim Streichen der alten Wohnung
 

29. November 2008

Endlich mal wieder ausgeschlafen! Bis nach 8 Uhr! Yeah!
Gemeinsam gemütlich einen Chaipur gefrühstückt, auf in die alte Wohnung, die zwei Lampen abgebaut, die wir mitnehmen möchten, Abklebeband und Folie vom Streichen in den Müll geworfen, auf den Hausverwalter gewartet.
Die Dame haben wir dann etwas überfordert, als wir einfach sagten wir möchten ihr nur den Schlüssel geben, egal was sie von der Wohnung hält, und mit der Aussage, dass wir kein Protokoll unterschreiben werden. "Aber doch wenigstens eine Bestätigung für die Schlüsselübergabe?" Öhm, warum sollten wir dem Verwalter eine Bestätigung für die Schlüsselübergabe unterschreiben?? Wenn, dann müssten doch wir die Bestätigung bekommen, dass wir die Schlüssel abgegeben haben? Und selbst auf diese würden wir glatt verzichten, da ich als nicht-Mieter ja als Zeuge für eine vollzogene Schlüsselübergabe fungieren kann. Vor allem aber würden wir nichts unterschreiben, solange wir nicht auch selber eine Kopie davon bekommen.
Also schreibt die Dame zwei Ausfertigungen der Seite des Protokolls, wo die Schlüssel drauf stehen, wir tragen die Schlüssel ein, alle unterschreiben und jede Seite bekommt eine Ausfertigung. Und wenn die Hausverwaltung damit nicht zufrieden ist, können sie sich ja melden, wir leiten das dann an den Mieterverein weiter...
Yeah, die Wohnung ist weg! Zur Feier rümpeln wir noch ein wenig in der neuen Wohnung, gehen mit Freunden zum Kunsthandwerkermarkt Wintergast, finden die Statue "Hansglück" von Tietze toll, essen hinterher noch gemütlich zu viert vorm Ofen Kuchen bei Tee, beschliessen danach den Abend damit, noch ein paar Kleinigkeiten in der Wohnung hin und her zu schieben.
Diese Wohnungsschlüssel haben wir übergeben
 

30. November 2008

30. und damit letzter Tag der Aktion "30 Tage", und irgendwie auch das Ende unseres Umzugs, auch wenn wir immer noch reichlich Kisten auszupacken, Gardinen zu kaufen, Möbel einzuräumen haben.
Ohne Zeitdruck sind wir einigermassen früh aufgestanden, um meinem Bruder und seiner Frau beim Auspacken ihres Umzugs zu helfen, doch als wir ankamen waren die schon fertig. Haben dann halt ein wenig Wohnung geguckt, was gegessen, schön abgelagertes Brennholz bekommen und uns ins Büro verzogen, um ein wenig im Internet zu stöbern.
Wieder zu Hause den Ofen angeheizt, Abendbrot gegessen, den Rest der Einzugsweinflasche geleert, ein Regal aus Resten zusammengeschraubt, und vor allem geübt was wir unserem Salsa-Kurs am Dienstag unterrichten wollen:
Birgit & Sam tanzen Salsa
Veröffentlicht am Mo, 01. Dez 2008, 12:05 von Sam

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