Portrait mit Licht von unten
Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Neulinge in der Portrait-Fotografie haben fast immer das gleiche Problem:

Jemand zu finden mit dem sie Portrait-Fotografie üben können, ohne dabei unter dem Zwang zu stehen perfekte Fotos abliefern zu müssen.

Kindergesicht versteckt sich hinterm Tisch

Bisher hatte ich meist vorgeschlagen, sich einen zweiten Fotografen zu suchen, dem es genauso geht, und sich dann abwechselnd als Modell zu dienen, und ich bin immer noch davon überzeugt, dass es eine gute Idee ist wenn man als Fotograf mal kennen gelernt hat, wie man sich in der Rolle des Models fühlt.

Gestern fiel mir allerdings noch eine ganz andere, viel bessere Möglichkeit zum Üben von Portraits ein.

Bei Freunden zu Besuch hatte ich, ohne genau zu wissen wofür, eine Kamera samt Blitz und Funkauslöser dabei - da seine Tochter noch nicht ins Bett wollte, rang sie uns noch ein Würfelspiel ab (Gäste sind einfach viel zu gutmütig mit Kindern anderer Leute *grins*), und nebenher haben wir auch ein paar Fotos von ihr gemacht.

Dabei ist mir wieder aufgefallen, wie begeistert viele Kinder von der Digitalfotografie sind. Nicht mal um selber zu fotografieren, sondern um die verrücktesten Sachen vor der Kamera zu probieren, und sich selber dann auf dem Display zu sehen. Und das ohne dabei irgendwelche tollen Fotos zu erwarten, sondern einfach nur am Spaß am tun. Kindern ist es auch egal ob man sie mit einer dicken DSLR oder einer kleinen Kompaktkamera fotografiert.

Gesicht Blau und Rot beleuchtet

Und was noch besser ist, der Fotograf lernt dabei sich auf die teils doch recht schnelllebigen und schwierigen Modelle einzustellen, mit ihren verrückten Ideen mitzugehen, sie bei Laune zu halten, und nur hin und wieder steuernd einzugreifen. Er lernt wie schnell sein Modell gelangweilt ist, wenn die Session zu starr wird und nicht mehr mitspielen wollen (Erwachsene sind genauso schnell genervt, sie zeigen es nur nicht so klar).

Kinder sind absolut super! Vor allem weil sie einen auf Trab halten, man sich nicht einfach auf einer fixen Idee ausruhen kann, sondern das Kind seine eigenen Ideen mit einbringt, und man lernen muss wie man auf die Ideen des Modells eingeht, andererseits es aber auch schafft sie für seine eigenen Ideen zu begeistern.

Sich bedanken tut man am besten mit ein paar hübschen Abzügen für die Eltern, vielleicht sogar schon fertig zum Aufhängen gerahmt - wenn da was halbwegs sehenswertes bei rauskommt, könnt ihr die Kinder sicher mal wieder für eine Fotosession ausleihen - nächstes Mal vielleicht auf einem Spielplatz, einem Kletterbaum oder einem Trampolin...

Ich würde empfehlen mit nur einem Kind zur Zeit anzufangen, um nicht von der Gruppendynamik erschlagen zu werden :) Kinder kennen da keine Grenzen.

Veröffentlicht am Mo, 06. Okt 2008, 08:05 von Sam

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