Gobo zwischen zwei Blitzen
Sam Jost
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(zum Inhaltsverzeichnis der Anleitung für entfesseltes Blitzen)

Etwas, was beim Blitzen stört ist, dass der Blitz auch Sachen beleuchtet, die du nicht beleuchten willst.

Üblicherweise beleuchtet man mit dem Blitz das Motiv, oder den Hintergrund. Ist der Hintergrund zu dicht am Motiv, so beleuchtet man schnell mit dem Motivlicht auch den Hintergrund, was nicht unbedingt erwünscht ist.

Kommt das Licht in etwa aus Richtung der Kamera, so können wir die Helligkeit des Hintergrundes über den Abstand regeln, wie wir es in Abstände zwischen Blitz und Motiv und Hintergrund gesehen haben.

Doch was, wenn das Licht von der Seite kommt?

Ganz einfach, wir setzen eine Wand in den Weg, die das Licht vom Hintergrund abschirmt, in Strobist-Englisch "Gobo" genannt.

Bei einer seitlichen Beleuchtung kannst du so Motiv-Licht vom Hintergrund reduzieren oder ganz fernhalten, wie du im folgenden Bild deutlich sehen kannst. Bei der linken Aufnahme wirft der Blitz auch reichlich Licht auf den Hintergrund, während bei dem rechten Bild durch einen Gobo das ungewollte Licht auf den Hintergrund deutlich reduziert wurde:

Natürlich kann man Gobos auch umgekehrt einsetzen um das Hintergrundlicht vom Motiv fernzuhalten: für ein Logo brauchten wir einen Schattenriss, und um das Freistellen der Personen zu vereinfachen haben wir den Hintergrund beleuchtet, aber das Licht mit Hilfe von Gobos von den Personen ferngehalten.

Somit war der Hintergrund deutlich heller als die Personen, und es war ein Kinderspiel das Foto freizustellen:

Ein weiteres Einsatzgebiet von Gobos:

Wenn Licht aus dem Blitz direkt in die Kamera fällt, kann das zu eigentlich immer unerwünschten Reflexen und Nebel im Bild führen. Der einfachste Weg diese Störungen zu unterdrücken, ist einfach einen Gobo zwischen Blitz und Kamera zu setzen, so dass kein Licht mehr vom Blitz direkt in die Kamera fallen kann.

Woher bekomme ich Gobos?

Da ich edel wirkende Dinge mag, habe ich faul und geldverschwenderisch meine Gobos bei David Honl gekauft. Man kann aber auch einfach ein Stück Pappe nehmen, oder einen Gegenstand in den Lichtweg stellen.

Die Übung, wie sollte es anders sein: Beleuchte einen Gegenstand dicht vor einem Hintergrund, ohne das Licht auf den Hintergrund fällt.

Probiere verschiedene Winkel und Abstände aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo unter welchen Umständen noch Licht hinfällt. Je nachdem wie weit das Motiv vor dem Hintergrund steht, und aus welcher Richtung das Licht kommt, fällt doch schnell mal überraschend unerwünschtes Licht auf den Hintergrund.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man das vermeiden kann, solltest du dich mit verschiedenen Situationen vertraut machen, sie ausprobieren.

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Veröffentlicht am Sa, 06. Sep 2008, 11:08 von Sam

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