Menschen und Hund im Sonnenuntergang
Sam Jost
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Fotografr hat gefragt, welche vermeidbaren Fehler uns in der Fotografie so passiert sind.

Technische Fehler waren das bei mir eher wenige, und nicht in wichtigen Shootings, ich lerne ganz gut beim Üben:

So bin ich sehr geschickt darin, vergessene Objektivdeckel mit einer fließenden Bewegung abzunehmen, als wäre es so geplant gewesen, mein Kameragurt liegt im Originalkarton und kann somit nirgendwo hängen bleiben, seit ich manuell belichte bemerke ich eine zu hohe ISO schnell an Blende und Zeit, bei ernsthaften Shootings lade ich meine Akkus sehr gewissenhaft, und nachdem meine Kamera bei zwei Shootings überraschend schnell "Speicherkarte voll" meldete, formatiere ich vor wichtigen Shootings alle Speicherkarten - Zum Glück hat mein Imagetank mich aus diesen Situationen gerettet.

Fehler aus denen ich gelernt habe, waren sowas wie zu niedrige ISO auf Kosten der Belichtungszeit, bei Tänzern eine ganz schlechte Idee, was hilft wenig Bildrauschen wenn die Bilder durch Bewegungsunschärfe unbrauchbar sind.

Der Belichtungsautomatik bei dunklen Bühnen mit Spotscheinwerfern zu vertrauen war ebenfalls ein einmaliger Fehler den ich nicht wiederholt habe.

Insgesamt gibt es glücklicherweise nur wenige ernsthafte Fehler, die mir in ernsthaften Shootings passiert sind, über die ich mich im nachhinein ärgern musste. Meine Fehler liegen woanders:

So wollte eine Dame von mir einmal ein ungeschöntes Portraitfoto, und ich machte ein Bild mit nur einer weichen Lichtquelle, wodurch dann doch deutlich mehr Fältchen sichtbar waren als gewünscht - 'ungeschönt' bezog sich nur auf übermäßige Nachbearbeitung, ein ärgerliches Missverständnis.

Bei einem Tanz-Shooting mit Modell war ich viel zu fest an einem Platz, hätte mich viel mehr für ungewöhnliche Perspektiven bewegen müssen, da hätte viel mehr herauskommen können.

Aber mein wohl größter Fehler, den ich schon viel zu oft wiederholt habe:

Ich mache bei Shootings mit Modellen/Kunden zu viele Bilder.

Wie, zu viele Bilder? Man soll doch so viele Fotos wie möglich machen, um daraus zu lernen?

Zum Lernen schon, aber das Ziel dieser Sessions war nicht das Lernen, sondern gute Fotos. Und ich bekomme bessere Fotos, wenn ich die einzelnen Bilder besser vorbereite, mit dem Modell die Ziele durchspreche, die Pose Übe, und dann ein paar wenige Bilder mit voller Konzentration mache.

Wenn es kein Profi-Modell ist, ist nach ein paar Fotos die Konzentration weg, es wird anstrengend für das Modell/den Kunden, man sieht die Anstrengung im Gesicht, was die Fotos schnell unbrauchbar macht.

Bei einem Shooting mit Tänzerinnen habe ich bereits fotografiert, während sie sich aufwärmten, was zur Folge hatte, dass sie sich nicht vernünftig aufwärmten, sondern bereits anfingen sich für die Fotos zu bewegen. Die Folge: weniger Beweglichkeit bei den ernsthaften Fotos (immerhin keine Verletzungen), zu viel frühe Verschwendung von Kraft und Energie, die wir später besser hätten gebrauchen können.

Bisher sind trotzdem immer gute Bilder dabei herausgekommen, ich arbeite jetzt daran, dass mit weniger Anstrengung für Modell und Fotografen zu erreichen.

Veröffentlicht am Di, 05. Aug 2008, 06:59 von Sam

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