Wasser und Horizont
Sam Jost
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Quecksilber ist nachgewiesenermaßen gesundheitsschädlich, und wird daher nach Möglichkeit durch andere Dinge ersetzt, so wie Quecksilberthermometer im Laufe der letzten Jahrzehnte aus unserem Umfeld verschwanden.

Angeregt durch einen Vortrag des Herrn Prof. Dr. Otterpohl habe ich mich im Internet über die Arbeit und Erkenntnisse von Dr. Klinghardt und anderen über Schwermetallvergiftung schlau gemacht, und einiges über Quecksilber und Quecksilberverbindungen (Amalgame) gelesen.

In allen Stellen wo ich über Quecksilber gelesen habe, wird beschrieben, dass Quecksilber vor allem zwei sehr unschöne Effekte in unserem Körper hat:

Erstens: Unsere Körperzellen besitzen einen natürlichen Weg sich zu entgiften, Schadstoffe wieder auszustossen. Wenn Quecksilber in eine Zelle hineinkommt, blockiert es diesen Weg, und die Zelle ist nicht mehr in der Lage Schadstoffe loszuwerden, sie vergiftet sich also immer mehr, sammelt immer mehr Schadstoffe an.

Der zweite beschriebene Effekt: es gibt eine sogenannte Hirnschranke, die dafür sorgt dass nicht einfach jeder Stoff ins Gehirn wandern kann, und die verhindern soll das Schadstoffe ins Gehirn kommen. Quecksilber soll diese Hirnschranke auch für andere Stoffe durchlässig machen, so dass andere Schadstoffe ins Gehirn gelangen und es schädigen können.

Quecksilber öffnet sozusagen allen anderen Schadstoffen Tür und Tor in unserem Körper, weswegen die Liste an möglichen Folgen einer Quecksilbervergiftung auch sehr lang ist, von Händezittern über Tinnitus bis Haarausfall, denn die Folgen sind ja indirekt, nicht das Quecksilber selber verursacht das, sondern es ermöglicht anderen Stoffen es sich in unserem Körper gemütlich zu machen.

Nicht nur dass die Folgen einer langfristigen Quecksilberverbindung vielfältig sind, die meisten davon sehen für uns einfach nach Alterungserscheinungen aus. Haarausfall, Tinnitus, Händezittern, und noch viel mehr der hunderten von Symptomen, werden für uns einfach mit dem Älter werden in Verbindung gebracht, niemand kommt darauf dass wir eine Vergiftung haben könnten, denn Quecksilber ist nur sehr schwer nachweisbar, es schädigt schon in kleinsten Mengen, und in einer Gewebeprobe verflüchtigt es sich bei Zimmertemperatur sehr schnell (ausserdem, wer will schon eine Gewebeprobe aus dem Gehirn ziehen lassen um zu sehen ob es Quecksilber enthält).

Dazu kommt das man ja nicht erwartet Quecksilber im Körper zu haben, woher sollte das denn kommen? Nur wenige von uns haben Quecksilberthermometer überhaupt mal gesehen, geschweige denn sie kaputt gemacht um so mit dem Quecksilber in Berührung zu kommen.

Das täuscht allerdings sehr, mal abgesehen vom Quecksilber das einfach in unser heutzutage doch recht belasteten Umwelt herumfliegt, ist inzwischen dank der Großindustrie nahezu jeder Fisch den wir fangen Quecksilberbelastet. Dazu enthalten einige Impfungen neben den Wirkstoffen auch Quecksilberverbindungen um den Körper zu einer Reaktion auf die Impfung zu zwingen (und das soll gesund sein?).

Die größten Quecksilbermengen mit denen wir normalerweise in Berührung kommen können, sind allerdings Amalgame die zur Füllung von Löchern in Zähnen benutzt werden. Amalgame sind Quecksilberverbindungen, bestehen im Fall von Zahnamalgam zu ca. 50% aus Quecksilber.

Die Kritiker von Amalgam gehen davon aus, dass das Quecksilber sich im Laufe der Zeit aus den Füllungen löst, in den Körper wandert, um sich dann im Rückenmark oder im Gehirn abzulagern, und haben dazu auch die verschiedensten Untersuchungen und Belege gebracht, die schon seit Jahrzehnten in den höchsten Fachzeitschriften gelandet sind, doch diese Erkenntnisse sind noch nicht in unser Kassensystem eingeflossen - vermutlich nicht zuletzt, weil zum einen keine kurzfristigen Schädigungen durch Amalgam verursacht wird, sondern sehr langfristige und schwer damit in Zusammenhang zu bringende Schäden, zum anderen weil ein Verbot von Amalgam eine große Kostenwelle verursachen würde, denn dann hätten ja auch alle Patienten mit Amalgam-Füllungen ein Recht darauf ihre alten Füllungen zu ersetzen.

Was ich lustig finde, Schweden hat Amalgam vor zehn Jahren verboten, allerdings nicht weil es als Zahnersatz schädlich ist, sondern weil es nach dem Tod des Patienten in die Umwelt gelangt, und damit eine zu hohe Umweltbelastung darstellt (ich würde ja vermuten, dass das eine geschickte Formulierung war, um zu verhindern dass alle Schweden mit Amalgam im Mund diese auf Kassenkosten ersetzt haben wollen, denn anzunehmen das Amalgam im Boden gefährlicher für die Menschen ist als im Mund, ist schon etwas eigenartig).

Quecksilber ist ein spannendes Thema, ich wünschte ich hätte mich damit vor zehn Jahren schon so beschäftigt, dann hätte ich jetzt gar kein Metall mehr im Mund (auch kein Gold, denn Quecksilber und Gold sind keine gute Idee zusammen). Aber damals dachte ich noch 'pff, was ist denn an Amalgam so schlimm, ich hab schon ewig welches im Mund und keine Probleme...' stimmt - solange man den Zusammenhang nicht sieht.

Ein paar Quellen um sich in das Thema Quecksilber und Amalgame reinzulesen:

Im Endeffekt muss da jeder selber wissen was gut für ihn ist, denn ein sehr wichtiger Faktor bei allen Krankheiten ist nun mal die Psyche.

Veröffentlicht am Mi, 07. Mai 2008, 12:28 von Sam

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