Sam Jost
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Persönlichkeitstests finde ich immer mal wieder interessant, hatte für die Ergebnisse allerdings bisher wenig verwendung. Die mir am längsten bekannte Einschätzung ist die Typologie nach C.G.Jung (oder wars Meyer-Briggs?), wo ich laut diesem Test Typ ENFP, und laut einem anderen Test Typ ESFP bin. Einig sind sich immerhin beide das ich Extrovertiert (E), Fühlend (F) und Wahrnehmend (P) bin, aber was hilft mir das? Die verschiedenen Beschreibungen der beiden Typen passen jedenfalls so gut wie Zeitungshoroskope, manches stimmt total, manches gar nicht, vieles ist so lala.
 
Aber egal ob nun die Beschreibung stimmt, viel wichtiger ist doch die Frage: was hilft mir das? Was bringt es mir zu wissen dass ich zu 22% extrovertiert bin? Wenig.
 
Deutlich hilfreicher (weil sprechender) fand ich die Einteilung vom Gallup/Clifton Strength Finder. So vielversprechend dass ich mir das Buch gekauft habe das man braucht um diesen Test durchzuführen.
34 verschiedene Talente unterscheidet Strengthfinder, die Auswertung zeigt einem die 5 Talente in denen man am besten ist, damit man sich darauf konzentrieren kann mit diesen Stärken zu arbeiten und sie zu benutzen.
Laut dieser Auswertung sind meine größten Stärken
  • Strategisch zu planen, den Überblick zu haben, Probleme schnell zu erkennen (Strategic)
  • Ziele zu erreichen, mich selbst zu motivieren, viel zu arbeiten (Achiever)
  • sehr flexibel und anpassungsfähig zu sein (Adaptability)
  • gründlich und gern zu lernen (Learner)
  • Beziehungen zu Menschen aufzubauen (Relator)
 
 
Mag nur an den schönen Bezeichnungen liegen, jedenfalls kann ich diese Ergebnisse persönlich besser verstehen, und die Beschreibungen meiner Talente passen zu mir. Richtig interessant wird diese Auswertung aber erst dadurch dass es zu jedem Talent Tipps gibt wie man dieses Talent nutzen kann, und Hinweise was man vielleicht besser meiden sollte:
 
So habe ich als Strategic die Eigenschaft Trends, Probleme und Chancen schnell zu erkennen, als Kehrseite brauche ich allerdings auch viel Zeit für mich alleine um über Dinge zu sinnieren um diese Fähigkeit wirklich zu nutzen.
 
Achiever bedeutet dass ich gerne und viel arbeite um Dinge zu tun die anderen helfen, mich selber gut motivieren kann, mich richtig gut fühle wenn ich all meine Energie in ein Projekt stecke - es allerdings meine Motivation zerstören kann wenn ich von Todo-Listen, Ereignissen oder anderen Leuten abhänge. Für meine Motivation brauche ich Erfolgserlebnisse, sonst vergeht mir die Lust, und Meetings mag ich nur so lange wie dort etwas produktives passiert, sonst fallen sie mir sehr schnell auf den Wecker.
 
Das Talent Adaptability sagt dass für mich gerne jeder Tag anders sein kann, ich mich auf täglich ändernde Umstände und Überraschungen gut anpassen kann. Wie auch beim Achiever mag ich allerdings nicht von anderen ge- und verplant werden, sondern teile mir mein Leben gerne selber ein, folge dem was sich grade anbietet und richtig anfühlt. Ich brauche meine Überraschungen und Änderungen damit es mir gut geht, zu starke Strukturen passen nicht zu mir. Es liegt mir nicht andere Leute oder Ereignisse zu kontrollieren, planen ist nicht unbedingt meine Stärke, und ich muss aufpassen nicht jedem Hinweis oder Eingebung hinterherzulaufen sonst bekomme ich gar nichts mehr geschafft.
 
Meinen ständigen Bedarf neues zu lernen trifft das Talent Learner. Ich liebe es mich mit interessanten neuen Dingen zu beschäftigen, möglichst umfassend über diese zu informieren, zu lesen, zu probieren. Umgekehrt brauche ich auch regelmässig neues was ich lernen und anwenden kann, sonst werde ich auf Dauer unglücklich.
 
Nicht erwartet hatte ich Relator, dieses Talent besagt das ich es liebe mit tief verbundenen Menschen auf Ziele hinzuarbeiten, Dinge zu erreichen, ich mich gut in andere Menschen und ihre Besonderheiten hinein versetzen kann, ich gut komplexe Dinge verständlich erklären kann.
 
Insgesamt finde ich mich in dieser Auswertung sehr gut getroffen, und es erklärt auch einige der Stellen an denen ich immer mal wieder Hake.
 
Und was bringt mir das jetzt?
In erster Linie sagt es mir das ich meine 'Macken' einfach akzeptieren sollte statt mich drüber zu ärgern oder (erfolglos) zu versuchen mich ändern. Es annehmen das Todo-Listen und wiederkehrende Aufgaben mich demotivieren, mir sinnvolle Wege überlege wie ich neues in meine Tätigkeiten einbringen kann ohne altes über den Haufen zu werfen, und zusehen dass ich regelmässige Erfolgserlebnisse habe um bei der Stange zu bleiben.
Auch kenn ich jetzt viel besser nachfühlen was in mir vorgeht wenn der 'Strategic' in mir Ruhe zum Planen möchte, während dem 'Achiever' grad die Finger kribbelig werden weil er was erreichen will, oder ich mich dank meiner 'Adaptability' an jede Möglichkeit die sich grade bietet anpassen möchte.
Bisher habe ich mich viel zu oft von meinem inneren Dran etwas zu schaffen (Achiever) leiten lassen, jetzt denke ich bewusster darüber nach: will ich planen (Strategic), oder hab ich schon genug geplant um etwas umzusetzen (Achiever), oder brauche ich dafür noch mehr Wissen (Learner), oder jemand mit dem ich das zusammen umsetze (Relator). Und vor allem: ist es Sinnvoll mich jetzt an eine aufkommende Ablenkung anzupassen (Adaptability)?
Veröffentlicht am Mo, 10. Mär 2008, 09:05 von Sam

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Diskussion zu "Meine Stärken und Talente laut Persönlichkeitstest"
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Gallup, Jung, Myers, Persönlichkeitstest
von DonnerRenner am Sa, 14. Mai 2011, 11:39
2von DonnerRenner
Mo, 16. Mai 2011, 13:03

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