Blitz mich an
Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

(zum Inhaltsverzeichnis der Anleitung für entfesseltes Blitzen)

Gerüstet mit den Mitteln um den Blitz ferngesteuert auszulösen und den Blitz stabil hinzustellen, können wir jetzt zur ersten Übung übergehen.

Licht von hintenDer grundlegendste Einfluss unseres Blitzlichts ist die Richtung aus der es auf das Motiv fällt. Kommt das Licht aus Richtung der Kamera, so fehlen die Schatten, das Foto sieht platt aus. Dreidimensionalität und Strukturen kommen besser zur Geltung wenn das Licht aus einer anderen Richtung kommen und wir Schatten auf dem Motiv sehen können. Ebenfalls wichtig an der Richtung ist die Wirkung auf das Bild: bei manchen Winkeln wirkt ein Foto angenehm, bei anderen dramatisch, oder einfach platt.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen wie die Richtung des Lichts das Foto beeinflusst werden wir uns in der ersten Übung ausschliesslich mit der Richtung beschäftigen, mit der freien Beweglichkeit vom Blitz spielen, ihn aus verschiedensten Richtungen auf das Motiv richten, Fotos machen, sich ansehen wie das Licht wirkt: wie wirkt das Foto mit Licht von unten, von oben, von der Seite, von hinten? Technisch gesehen können wir uns natürlich auch einfach mit einer Lampe vor den Spiegel stellen, doch die Kamera benutzen macht mehr Spaß und übt gleichzeitig den Umgang mit Fernauslöser, Lampenstativ, manueller Belichtung.

Die erste Übung

In der ersten Übung arbeiten wir nur mit dem harten Licht des nacktes Blitzes. Es geht ja (noch) nicht darum ein besonders schönes Bild zu machen, sondern zu erkunden wie aus verschiedenen Richtungen kommendes Licht ein Motiv zeigt und wirken lässt.

Wir nehmen eine Person oder einen Gegenstand, setzen sie etwa einen Meter vor eine Wand damit wir sehen was für Schatten entstehen, und machen dann ein Bild mit dem Blitz aus der Richtung der Kamera, gerade so als würden wir den eingebauten Blitz der Kamera nehmen.

Kamera und Motiv lassen wir genau da wo sie sind, wir bewegen nur den Blitz um unser Motiv herum und machen Fotos mit Blitzlicht aus verschiedenen Richtungen, von vorn, seitlich, oben, unten, alles was euch einfällt. Versucht die Entfernung zwischen Blitz und Motiv nicht zu verändern, das kommt in einer späteren Übung.

Licht von schräg vorne, von der Seite und von Hinten

Schaut euch danach eure Fotos an, macht euch bewusst aus welcher Richtung das Licht kommt. Überhaupt solltet ihr wenn ihr Fotos (auch fremde) anseht mal darauf achten wo das Licht her kommt. Einfach beim ansehen kurz bewusst 'ah, das Licht kommt von schräg vorne und etwas höher' zu bemerken hilft unseren Grauen Zellen ein wenig.

Zur Vertiefung gibt es noch einen Tipp was ihr machen könnt um euch vorher besser vorzustellen wie das Licht wirken wird: stellt euch so hin, dass ihr seht was euer Blitz 'sieht': Was ihr seht sind die Stellen wo Licht hin fallen wird, und durch diesen kurzen Blick könnt ihr kontrollieren ob alles wichtige beleuchtet ist, zum Beispiel ob beide Augen Licht bekommen oder eines im Schatten liegt.

Das könnt ihr noch ausgiebiger üben indem ihr ein Foto mit seitlichem Licht macht, dann zum Blitz geht und ein Foto macht so wie der Blitz das Bild 'gesehen' hat. Euer Motiv sollte natürlich weiter dorthin gucken wo es beim ersten Bild sah.

Wie sieht der Blitz das Motiv, wie die Kamera

Vergleicht nun diese beiden Bilder um zu sehen was der Blitz gesehen hat und was beleuchtet wurde.

Die Fähigkeit sich diese beiden Blickwinkel vorzustellen ist die Grundlage um zu verstehen wie Änderungen an der Richtung des Lichts das Bild beeinflussen.

(zum Inhaltsverzeichnis der Anleitung für entfesseltes Blitzen)

Veröffentlicht am Sa, 08. Mär 2008, 12:35 von Sam

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