Kamera und Ring
Sam Jost
 RSS-Abo



Mehr von Sam
radeldudel.de durchsuchen:
Farbmanagement für die Digitalfotografie

Auf dem Kunsthandwerkermarkt 'Wintergast' im Hafenwerk unterhielt ich mich mit einer Goldschmiedin unter anderem darüber, wie schwierig es ist Schmuck zu fotografieren. Und da ich bei Foto-Sachen, und in letzter Zeit vor allem bei allem was mit Licht zu tun hat, sehr neugierig bin habe ich also mal meinen Ehering auf verschiedene Weisen ausgeleuchtet und fotografiert:

Available Light Von blitzenden Fotografen auch gerne als 'Available Darkness' betitelt, habe ich den Ring einfach im Umgebungslicht so fotografiert wie er halt war. Da das Licht nicht besonders hell war, ich aber Blende 16 brauchte um wenigstens einigermassen vernünftige Tiefenschärfe hinzubekommen musste ich den Ring halt gute 10s Belichten. Hier stören mich die weißen zu starken Reflexionen. Blitz an der Kamera Als nächstes habe ich den internen Blitz meiner Kamera zu Hilfe bemüht. Das Bild direkt aus der Kamera war dabei viel zu dunkel, da die Belichtungsautomatik der Kamera richtig erkannte dass der Ring das Blitzlicht ziemlich gut reflektiert. Das Bild liess sich halbwegs retten indem ich die Helligkeit in SilkyPix extrem hochzog, aber der nicht schöne Schattenwurf vom Ring selber bleibt. Externer Blitz auf Kamera auch beim externen Blitz (AF540FGZ) hat die Automatik nur extrem vorsichtig belichtet, durch einfaches Umstellen des Blitzes auf den manuellen Modus konnte ich den Ring vernünftig belichten, allerdings geht er durch die Position des Blitzes nun noch mehr in seinem eigenen Schatten unter:
Ring im verfügbarem LichtRing mit internem BlitzRing mit externem Blitz auf Kamera

Durchlichtschirme seitlich vom Ring Jetzt wird es langsam ernst, ich hab auf beiden Seiten vom Ring je einen Blitz mit transparentem Reflexschirm aufgestellt um den Ring gleichmässiger zu beleuchten. Auch hier gefallen mir die ausgefressenen Lichter der zu starken Reflexionen nicht:
Ring mit Blitz durch Schirm 90° zur Kamera

Schirme 45° zur Kamera Um die Reflexe zu verändern habe ich die Schirme näher an die Kamera gerückt, so dass sie je 45° zur Kamera den Ring beleuchten - das hat die Reflexe etwas verschoben, aber sie sind immer noch da:
Ring mit weichem Licht 45° zur Kamera

Lichtzelt aus einem A4-Blatt Um etwas einfacheres zu versuchen habe ich ein Blatt Papier der Länge nach zerschnitten, zu einem Ring zusammengeklebt, diesen Ring um mein Schmuckstück gelegt und seitlich mit zwei Blitzen ausgeleuchtet. Das Papier ändert die Farbe, und fängt einiges ab was sich sonst im Ring gespiegelt hat. Der vordere Bereich ist mir noch zu dunkel, die Reflexionen zu stark:
Ring mit Papierzelt und Blitz seitlich

Lichtzelt, Blitz 45° zur Kamera auch hier habe ich den Blitz nochmal verschoben um andere Reflexe zu erhalten. Blitze zur Kamera hin brachten schöne Struktur, und nur leichte Reflexe. Beim blitzen schräg von hinten (rechtes Bild) ist mir die Vorderseite vom Ring zu dunkel:
Ring mit Papierzelt und Blitz 45°

Drei Blitze um den Ring verteilt Da mir der Ring mit zwei Blitzen beleuchtet entweder zu helle Reflexe hatte oder Teile zu dunkel waren habe ich noch ein Bild mit drei Lichtquellen gemacht, zwei von Schräg hinten und eine aus Richtung der Kamera. Beim Foto vom Aufbau hatte ich mit weißem Hintergrund experimentiert, dafür bräuchte ich meiner Meinung nach aber Licht von unten, sonst ist der Hintergrund Grau und nicht weiß (Umweltschutzpapier ist vielleicht auch nicht die erste Wahl). Ich hätte das Weiße Blatt unter dem schwarzen Etui liegen lassen sollen, so spiegelt sich leider die rote Tischdecke an einigen Stellen im Ring:
Ring mit drei Blitzen beleuchtet

Veröffentlicht am Mi, 12. Dez 2007, 22:38 von Sam

Social Plugins von Facebook, Google und Twitter für www.radeldudel.de abschalten.

Anmelden, um den Artikel zu diskutieren.

Heilpraktiker in Flensburg
© 2004-2014 Sam Jost, Flensburg. Unerlaubte Vervielfältigung untersagt.
Die Inhalte von www.radeldudel.de sind meine ganz private Meinung.