Brücke und Weg
Sam Jost
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Als Kind wird man manches mal vertröstet, das dürfe man erst, wenn man erwachsen sei. Gemeint ist damit das Alter, denn ab einem gewissen Alter gilt man vor dem Gesetz als Erwachsen, muss sich nicht mehr von anderen bestimmen lassen, ist für seine eigenen Taten haftbar. Natürlich ist die Altersgrenze willkürlich, in verschiedenen Ländern gibt es entsprechend unterschiedliche Altersgrenzen, jeder Mensch entwickelt sich in einem anderen Tempo, doch die Idee des Gesetzes hat den richtigen Ursprung:

Erwachsen ist man wenn man sein Leben selber bestimmt und die Konsequenzen seines Handelns selber trägt.

Vor dem Gesetz ist beides erfüllt, sobald man bestimmte Altersgrenzen überschreitet.

Die Realität sieht oft anders aus.

Das ist auch ok, Menschen sind halt unterschiedlich, aber ich erlebe erschreckend oft Menschen, Jahrzehnte älter als diese Altersgrenzen, und doch nicht Erwachsen; die sich noch immer in der Rolle befinden, wo sie selber weder ihr Leben, noch ihre Zukunft in die Hand nehmen und schon gar nicht die Verantwortung für ihr aktuelles Leben tragen. Manche leben immer noch weiter, was die Eltern von ihnen erwarten, andere lassen ihre Freunde, den Partner oder den Arbeitgeber bestimmen, wie sie zu leben haben, nicht wenige versuchen nachzuleben, was die Medien ihnen als Lebenswert vorgaukeln. Manche verbummeln ihr Leben einfach trübe vor sich hin.

Und nicht nur, dass sie nicht leben, was sie selber wirklich wollen, sie übernehmen nicht mal die Verantwortung dafür.

Schuld an ihrem Leben sei der Staat, der Partner, die Arbeit, bei nicht vorhandener Arbeit die Agentur, die Eltern - alle sind Schuld, im Notfall auch die Faulheit, die Schwerkraft oder das gemütliche Sofa, nur sie selber übernehmen keine Veranwortung für sich. Denn es geht ja nicht um Schuld, es geht um Verantwortung, um Anerkennung: anzuerkennen, das man sich sein Leben selber geschaffen hat, und wenn es einem nicht gefällt, einem selber die Aufgabe zusteht es zu ändern.

Statt die Verantwortung über ihr Leben zu übernehmen, jammern sie und lenken sich ab. Jammern darüber, dass sie es so schlecht hätten, das daran die Schulen, die Kindheit, die Eltern, die Erziehung oder die Medien Schuld wären, und um nicht zu sehr drüber nachzudenken, lenken sie sich ab, mit den Geschichten anderer Leute, aus dem Fernsehen, aus Büchern, aus dem Internet.

Bloss nicht mit sich selber beschäftigen, man könnte ja erkennen, dass es an einem selber ist, mal etwas zu tun um sein eigenes Leben zu leben. Erkennen, dass man vielleicht mal an den eigenen Defiziten (die man oft genug gut kennt) arbeiten könnte, statt nur über sie zu jammern. 'Aber ich weiß doch nicht wie' - ja, dann such dir doch Hilfe, informier dich, aber sei auch bereit sie anzunehmen. Nur du selber kannst dein Leben leben, niemand anders kann das für dich übernehmen.

Wach auf!
Werde Erwachsen!
Hör auf zu jammern!
Übernehme die Verantwortung für dich!
Leb dein Leben!

Veröffentlicht am Di, 06. Nov 2007, 08:29 von Sam

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