Eichhörnchen auf dem Alten Friedhof
Sam Jost
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Es ist ja nun echt ein alter Hut das Fernsehen verblödet, aber es ist doch ganz schön wenn die Wissenschaft viele gute Gründe und Zusammenhänge findet und durch Studien belegt:

Vortrag von Manfred Spitzer darüber wie Fernsehen der Hirnentwicklung schadet.

Seine Hauptbegründung dafür dass Fernsehen schädlich für die Entwicklung des Gehirns ist, liegt darin dass Fernsehen ein 'verarmtes Medium' ist: es hat 2D-Bild, es hat Ton, und sonst nichts. Es fehlt echte dreidimensionalität, es fehlt Berührung, es fehlt Struktur, das fühlen, und dazu sind Bild und Ton beim Fernsehen auch noch räumlich und vielleicht sogar zeitlich voneinander getrennt.

Auf jeden Fall bin ich froh das ich als Kind nicht übermässig viel Fernsehen durfte, und dass ich mir nach meinem Auszug zu Hause nie einen Fernseher zugelegt habe. Nicht dass ich mir nicht Mühe gegeben hätte die Effekte mit Computerspielen hinzubekommen, aber da war mein Hirn wohl schon zu weit in seiner Entwicklung um noch viel Schaden zu nehmen :)

Fernsehen zieht den Zuschauern Energie ab, und lässt diese als Geld in die Taschen der Anbieter fliessen. Eigentlich ein Wunder dass sowas zugelassen ist, das wäre ja als würde man vom Staat her zulassen das man sich dumm und dusselig verdient indem man Kindern Drogen verkauft, durch die die Kinder langfristig verblöden.

Andererseits, wenn ich so lese was mit Medikamenten für 'gestörte' Kinder an Geld gemacht wird, so weit weg ist die Idee ja gar nicht - erst wird am Fernsehen verdient, dann an den Folgeschäden die es anrichtet. Wundert sich da wirklich noch jemand dass es mit uns bergab geht?

Ist es wirklich überraschend das ein Staatssystem unfähig ist langfristig sinnvoll zu planen, wenn jeder nur bis zur nächsten Wahl denken kann?

Viel spannender würde ich finden wenn man mal klar rausbekommt was Fernsehen eigentlich wirklich so interessant macht, warum Fernsehen regelrecht süchtig machen kann, trotz der doch ziemlich armen Sinnesübertragung bei der nur Auge und Gehör angesprochen wird. Und vor allem wie man diese Anziehung verhindert, es schafft dass das reale Leben wieder interessanter wird als das Fernsehen.

Oder ist unser reales Leben inzwischen wirklich so armselig dass Fernsehen dagegen besser ist?

Veröffentlicht am So, 25. Nov 2007, 14:20 von Sam

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