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Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Vor Jahren hatte ich mal eine Kamera (wars eine Nikon?) gesehen, zu der es ein GPS-Modul gab, mit dessen Hilfe man Fotos automatisch mit einer Ortsmarkierung versehen konnte, entsprechend wusste ich theoretisch um diese Möglichkeit, habe aber nie so recht zur Kenntnis genommen, dass es inzwischen Wege gibt beliebige Fotos aus jeder Kamera automatisch zu geotaggen, einfach indem man die Wegpunkte eines Loggers mit dem Aufnahmezeitpunkt des Bildes abgleicht.

Nachdem ich dann mal über den Produktbericht eines Sony GPS-Loggers (*) (oder heißen die Dinger GPS-Tracer?) gesehen hatte wurde ich neugierig, informierte mich über die unterschiedlichen Geräte und kaufte mir schlussendlich den WBT-201 von Wintec (*), einen GPS-Logger den man auch per Bluetooth als GPS-Maus benutzen kann.

Was ich natürlich am liebsten tu wenn ich neues Spielzeug bekomme: loslaufen, ausprobieren! Gewöhnt hab ich mich bereits daran den Akku vorher zu laden, entsprechend ist meine erste Aktion bei neuem Gerät die Suche nach Akku und Ladegerät um das sofort zu starten. Bei GPS-Empfängern ist das allerdings keine so gute Idee, denn die brauchen erstmal einige Zeit Empfang um sich zu kalibrieren bevor sie vernünftige Ergebnisse liefern, sonst wundert man sich grade beim ersten Spaziergang über die katastrophalen Ergebnisse. Das Bild ist ein Ausschnitt aus einem Warmstart, selbst da springt das GPS erstmal ziemlich bevor es sich findet.

Startschwierigkeiten des GPS-Systems

Zum Glück konnte ich meinen Empfänger schon beim Laden so hinlegen dass er Empfang hatte, so konnte ich die Zeit doppelt nutzen. Insgesamt habe ich mir aber trotz der kurzen Warmstart-Zeit des WBT-201 angewöhnt ihn recht früh einzuschalten um genug Vorlaufzeit zu haben.

Mein erster Test war dann der Anschluss per Bluetooth an Google Maps für mein MDA Touch. Also am GPS-Logger per kurzem Druck auf den Powerknopf Bluetooth aktiviert, das Gerät auf dem Handy gesucht, gefunden und verbunden, dann wurde es etwas schwieriger, das Gerät meldet sich als Serielle Schnittstelle, diese musste dann mit einem Com-Port verbunden werden und der Com-Port dann wiederum in den GPS-Einstellungen des Mobiltelefons ausgewählt werden bis Google Maps Mobile mich dann per GPS orten konnte. Damit war schon mal belegt dass das Gerät funktioniert.

Richtig interessiert hat mich natürlich Fotos mit Ortsangaben zu versehen und diese auf Karten zu plazieren. Zum Glück hab ich erst zur Einrichtung des Loggers gegoogelt und stiess dabei auf Seiten die schrieben dass man sich unbedingt die aktuellste Version der Software beim Hersteller runterladen sollte, also den Treiber runtergeladen, mich durch eine ziemlich gruselige Installation gequält, die Software 'TimeMachine X 2.5' runtergeladen, diese installiert, enttäuscht festgestellt dass sie nach der Installation unbedingt mit Admin-Rechten gestartet werden will, festgestellt dass sie als erste Aktion den Treiber installieren will den ich doch grade schon von Hand installiert habe, das hätte ich mir also sparen können.

TimeMachine X empfand ich als völlig unübersichtlich, von einem Techniker angeordnete Funktionen ohne jeden Sinn für das was ein Anwender vielleicht zusammenhängen brauchen könnte, ohne mal zu überlegen was wohl die typischen Abläufe sind die man mit dieser Software abarbeiten möchte, und dazu gefühlt sehr umständlich, es sind viele Klicks und Drag&Drop nötig um auch nur die Wegpunkte aus dem Gerät zu laden und in einem anderen Format zu speichern, und die Funktion um mit TimeMachine X Fotos automatisiert zu geotaggen habe ich noch nicht gefunden. Dafür wurde allerdings von mehreren Seiten die Software GPicSync empfohlen, die, nachdem ich den passenden UTC-Offset von 2 für meinen Fall ermittelt hatte, brauchbare Ergebnisse produzierte.

Meine erste Idee war dann meine Fotos samt den von GPicSync erstellten Thumbnails und Kml-Dateien auf meine eigene Webseite zu laden, beim Testen wie das aussieht stolperte ich in Google Earth über ein Foto das bei Panoramio hochgeladen war, das viel netter eingebettet war als meine Selbstgemachten, und nachdem ich sah das man seine Rechte behält wenn man bei Panoramio Fotos hochstellt habe ich mich dann kurzentschlossen für diesen Dienst angemeldet. Beeindruckt hat mich vor allem der flüssig von der Hand gehende Bilder-Upload.

(*) Affiliate Link, wenn ihr über diesen Link was kauft, bekomme ich ein paar Cents ab. Euer Preis ändert sich dadurch nicht.

Veröffentlicht am Mo, 24. Sep 2007, 06:16 von Sam

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