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Sam Jost
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Von klein auf wurde uns beigebracht 'wissenschaftlich' zu denken. Was sich in unseren Naturwissenschaften nicht beweisen lässt, sei schlicht Humbug, Scharlatanerie, Wunschdenken, bestenfalls Autosuggestion, ein Placebo.

Und im großen und ganzen glauben wir da auch noch dran: wenn die Gelehrten etwas nicht erklären können wird es mit viel Zweifel betrachtet.

Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass wir alle etwas aus eigener Erfahrung kennen, was es laut unserer Naturwissenschaften gar nicht geben kann: Unseren Verstand. Unser Selbst-Bewusstsein. Wir können nicht nur denken, wir haben vor allem ein Ich-Gefühl. Wir gucken aus unseren Augen, sind verbunden mit unserem Körper, unserer Geschichte.

Keine Natur-Wissenschaft die ich kenne kann zufriedenstellend erklären wie so ein Ich-Gefühl zustande kommt, und obwohl wir alle dieses Gefühl so selbstverständlich kennen, wissen wie es ist man selbst zu sein, vertrauen wir im allgemeinen genau diesen Wissenschaften die unsere eigene Existenz nicht befriedigend erklären können, wenn es darum geht andere Dinge auf ihre Vertrauenswürdigkeit zu bewerten, zu bewerten ob sie möglich sind.

Wenn ich laut dieser Gelehrtenmeinung nicht existieren dürfte so wie ich mich fühle, wie kann ich dieser Meinung dann noch glauben das Schamanismus Unfug ist, es keine Engel, Geister, Götter oder Seelen geben kann? Wie kann man einem Kritiker glauben, dass Krankheiten nicht auf Seelenebene entstehen und geheilt werden können, wenn es laut dem Kritiker eigentlich auch gar kein auf Seelenebene entstandenes 'Ich' geben dürfte? Und die Lehrmeinung dass das 'ich' nur eine Halluzination wäre, nun ja, und wer hat dann diese Halluzination? Jeder mag in sich reinfühlen und selber schauen was er davon halten will.

Würden wir nicht unsere ganze Jugend durch immer und immer wieder eingetrichtert bekommen, dass es nur das gibt was die Naturwissenschaft erlaubt, würden wir viel offener für all die faszinierenden und beeindruckenden Zusammenhänge unseres Geistes und unserer Seelen sein, und viel kritischer mit den sogenannten Naturwissenschaften und ihrem doch arg eingeschränkten Weltbild umgehen.

Mein Glaube an unsere Naturwissenschaften, wie ich sie gelernt habe, schwindet jedenfalls je mehr Erfahrung ich in dieser Welt und in diesem Leben sammle. Immer mehr kommt mir die Wissenschaft wie eine große Vereinfachungsaktion vor, als würden wir hoffen, dass die Welt einfacher wird, wenn wir einfach alles Komplexe ignorieren, so täten als gäbe es all das nicht, was wir nicht befriedigend gradlinig erklären können. Als würden wir aus Angst vor Dingen die wir nicht verstehen, versuchen sie unter den Teppich zu kehren, zu verstecken, zu verbannen.

Doch das Komplexe, die Zusammenhänge zwischen Geist und Materie, verschwinden nicht wenn wir sie ignorieren. Wir berauben uns selber nur der Option das Wissen und die Erfahrung um solche Zusammenhänge zu unserem Vorteil zu nutzen, wir wehren uns gegen dieses Wissen, die Erfahrungen.

Wir machen uns das Leben schwer, indem wir an unsere Wissenschaft glauben, sie als das Maß aller Dinge betrachten. Selbst im Angesicht unseres eigenen Geistes, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, und im Angesicht der gesammelten Erfahrungen die uns immer wieder zeigen dass Gefühle Krank machen können, fällt es uns schwer, diese Erkenntnis in unserer Gesellschaft anzunehmen.

Wie traurig.

Veröffentlicht am Mi, 27. Jun 2007, 22:17 von Sam

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