Stein fletscht übers Wasser
Sam Jost
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Frames sind ein Hilfsmittel um es dem Webdesigner möglichst einfach zu machen: Man erstellt eine feste Aufteilung der Webseite, meist ausgehend von einer festen Bildschirmauflösung wie z.B. 800x600, reserviert oben Platz für den Titel, unten für einen Fuß, links für Navigation, und in dem spärlichen Rest Fläche kommt dann der eigentliche Inhalt der Webseite.

Von der Darstellung auf Mobiltelefonen und anderen Kleinstgeräten wollen wir mal gar nicht erst reden, diese verweigern Seiten mit Frames üblicherweise aus gutem Grund. Mein MDA Vario wäre super geeignet um noch während der Rumregatta mal eben auf deren Webseite nachzusehen wann denn nun welche Band wo spielt, aber dank Frames sind solche Geräte vom Zugriff ausgeschlossen.

Gut sind Frames eigentlich nur für den Webdesigner: da das Layout die Größe des Browserfensters ignoriert ist es wesentlich einfacher umzusetzen als ein Layout dass sich anpasst, durch das Ausgehen von einer kleinen Bildschirmauflösung braucht man nach Abzug von Kopf, Navigation und Fuß nur noch wenig Inhalt um die restliche Fläche ausgefüllt aussehen zu lassen. Der Webdesigner muss sich nicht mit Tabellen oder css zwecks Layout auseinandersetzen und alle festen Bestandteile jeder Seite wie Kopf, Fuss oder Navigation liegen automatisch in eigenen Dateien so dass man sie an einer zentralen Stelle für alle Seiten anpassen kann.

Für den Webdesigner sind Frames ein echter Komfortgewinn beim Erstellen einer Webseite, daher sind sie vermutlich auch immer noch so beliebt.

Für den Besucher eine Webseite sind Frames hingehen nervig: um per Tastatur zu scrollen muss man erstmal in den richtigen Frame klicken, ein Batzen Monitor-Fläche wird mit fest angezeigtem Titel und Navigation verschwendet wird den man dann nicht mal aus dem Bild scrollen kann, wenn man per Suchmaschine auf einer Unterseite landet fehlt entweder die Navigation und der Zusammenhang, oder man wird umgeleitet auf den Rahmen und der Inhalt fehlt.

Dazu kann man bei Frames auch die Unterseiten nicht vernünftig verlinken, oder jemand schicken.

Als aktuelles Beispiel mal die Seiten der Rumregatta 2007: wenn ich da versuche jemand direkt den Link auf das Sonntagsprogramm zu schicken leitet mich diese blöde Webseite auf die Startseite um, zeigt in der Adresse fälschlicherweise aber den Link zum Programm. Sie tut also so als ob sie da wär, zeigt mir aber nur die Lange Nase. Sehr unfreundlich. Und selbst wenn die Webseite dann noch schaffen würde einen auf die richtige Unterseite zu verweisen kommt der nächste Haken: der 'zurück'-Knopf im Browser funktioniert nicht immer. Komme ich von Google blitzt nur kurz eine der Zwischenseiten auf, dann ist man wieder da wo man war.

Dazu wird der Titel als wichtige Information für Suchmaschine und den Suchenden vernachlässigt: über jeder Seite steht nur "Rumregatta Flensburg". Was für eine Verschwendung der am größten angezeigten und von Google & Co. stark beachteten Information.

Wer sich da selber ein Bild machen will muss nur mal die Seiten der Rumregatta von Google aus betrachten:

Alle Seiten haben den gleichen Titel, wenn man eine anklickt blitzt sie kurz auf, danach sieht man die Startseite. Sehr Anwenderunfreundlich!

Dabei gibt es doch genug Alternativen zu Frames, es muss ja nicht gleich ein CMS sein, mit ein paar simplen Server Side Includes, oder meinetwegen auch PHP-Include kann man auch Kopf und Navigation zur leichteren Pflege in eigene Dateien auslagern.

Veröffentlicht am Mi, 16. Mai 2007, 22:02 von Sam

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