Parken in Wien vorm Theater
Sam Jost
 RSS-Abo



Mehr von Sam
radeldudel.de durchsuchen:
Farbmanagement für die Digitalfotografie

Mit die häufigste Frage die mir gestellt wird wenn die Leute mitkriegen dass ich Programmierer bin, ist "kannst du mir nicht mal eben eine Webseite programmieren?"

Früher hat mich die Frage immer schon aufgeregt: Webseiten programmiert man nicht, man entwirft sie. Dafür braucht man keine Programmier-Kenntnisse, sondern ein Auge für Farben und Formen. Einen Programmierer eine Webseite machen lassen ist für mich als wenn man einen Malermeister damit beauftragt ein Portrait zu fotografieren.

Irgendwann hab ich mich dann damit abgefunden dass die Allgemeinheit (und auch viele Webdesigner) glauben man würde Webseiten programmieren, und hab mich einfach auf die entschuldigende Antwort beschränkt dass mir Webseiten nicht liegen, ich weder die Tools noch das Wissen noch das Auge für Homepages habe. Das kam schon mal wesentlich besser als Antwort an, zumal es der Wahrheit entspricht: ich habs mehrfach probiert und hab definitiv kein Händchen für schicke Webseiten.

Lange Zeit war das gut so. Dann bekam ich mit das Birgit gerne auf ihrer Webseite was ändern wollte, und ihr Webdesigner da keine Zeit für hatte. Also hab ich ihr gezeigt wie sie die Webseite selber lokal ändern und per ftp hochladen konnte. Etwas umständlich, aber es ging, immerhin konnte sie so schon mal selber die Inhalte ihrer Webseite verändern.

Dabei habe ich aber mal mitbekommen was für einen normalen Webseitenbesitzer wichtig ist: nicht ein tolles Design, bunte Animationen oder ein perfektes Kunstwerk, sondern eine Webseite wo sich der Surfer einfach drauf zurechtfindet und auf der der Betreiber selber schnell und einfach seine Inhalte anpassen kann. Und ein schöner Bonus ist eine Suchmaschinengerechte Aufbereitung.

Also sowas wie ein Wiki mit Menü wo nur eine Person ändern kann. Oder ein schön einfaches CMS. Leider sind die meisten Wiki, CMS, Blogs, … ziemlich aufwändig zu installieren, müssen dank ihrer Komplexität wegen eventueller Sicherheitslücken gepflegt werden, und als Dank dafür sind sie dann auch noch recht unübersichtlich da sie viel mehr Features haben als eine gewöhnliche Webseite braucht. Und vor allem hatte ich keine Ahnung was es da gibt, und wenig Lust einen Haufen Software auszuprobieren um festzustellen dass sie aus dem einen oder anderen Grund ungeeignet sind.

Von meiner eigenen Webseite hatte ich ein wenig Grundkenntnisse in html, css und php, und dachte mir dass es doch so schwer eigentlich nicht sein kann: man braucht eine Webseite als Schablone wo Überschrift, Menü und eigentlicher Seiteninhalt eingefügt werden. Dazu eine Webseite um neue Unterseiten im Menü einzufügen oder die Inhalte zu verändern, und eine Möglichkeit Bilder hochzuladen damit man diese einbinden kann, beides natürlich passwortgeschützt, und fertig war eine Webseite die Birgit selber verwalten kann.

Klingt etwas einfacher als es war, da ich wenig Erfahrung mit Webseiten und php hatte, habe ich eine Menge Dinge ausprobiert und wieder verworfen, das waren etliche Stunden Arbeit, und das html/css (also den Teil der Webseite der nicht programmiert sondern entworfen wird und über den ich zu recht gesagt hab er liegt mir nicht) wehrte sich am längsten, dabei ist da echt nichts aufregendes drin. Das schöne ist: die Webseite könnte ich auch von einem Webdesigner erstellen lassen und dann einfach als Schablone für die Inhalte benutzen.

Also hab ich nachgegeben und eingestanden das man Webseiten vielleicht doch programmieren kann. Wenn jemand anders das Aussehen aussucht.

Veröffentlicht am Mo, 09. Apr 2007, 01:56 von Sam

Social Plugins von Facebook, Google und Twitter für www.radeldudel.de abschalten.

Anmelden, um den Artikel zu diskutieren.

Heilpraktiker in Flensburg
© 2004-2014 Sam Jost, Flensburg. Unerlaubte Vervielfältigung untersagt.
Die Inhalte von www.radeldudel.de sind meine ganz private Meinung.