Blumenblatt
Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Schon seit über einem Jahr wollte ich mal den Portraitworkshop bei Foto Raake mitmachen, doch irgendwie ergab sich das immer nicht - entweder kam der Kurs wegen zu wenig Anmeldungen nicht zustande, ich vergaß mich anzumelden oder es passte zeitlich nicht. Diesmal hat es geklappt, gestern waren wir nun bei dem Workshop. Nach einer kurzen Selbst-Vorstellung der einzelnen Teilnehmer gab es eine Definition, was ein Portrait eigentlich alles sein kann, eine Einführung in die Blitz-Anlage des Studios und eine Vorführung von Portraits mit Erklärung, um einfach mal eine Bandbreite von Möglichkeiten zu zeigen, vor allem was die Möglichkeiten und den Einfluss der Beleuchtung angeht (das klingt jetzt deutlich kürzer als es war).

Danach ging es dann ans praktische Fotografieren. Nacheinander wurde jeder an die Blitzanlage angeschlossen, konnte Modell, Licht, Hintergrund, Aufheller positionieren wie ihm beliebt und ausprobieren. Dank digitaler Technik konnten die Fotos direkt betrachtet, diskutiert, der Bildaufbau gleich verändert werden, zum lernen optimal.

Für mich gelernt habe ich einiges über Studio-Blitztechnik, die ich vorher nie benutzt hab, dazu ist mir noch mal deutlich klar geworden dass auf der technischen Seite das wichtigste für ein Portrait gutes Licht ist, drei bewegliche Lichtquellen sind eigentlich optimal (ausschalten kann man sie ja immer noch). Ein vernünftiger Aufsteckblitz samt Omnibounce soll auch schon ganz gut gehen, das haben wir aber dort nicht ausprobiert.

Und das für mich wichtigste und schwierigste am Portrait ist die Arbeit mit dem Modell. Also zum einen Ideen wie man es positionieren möchte, wie das Modell auf dem Bild wirken soll, um sich dann zu überlegen wie man das Licht positioniert, und noch viel wichtiger, dem Modell selber einen interessanten, zur Bildidee passenden Gesichtsausdruck abzugewinnen. 'Lach doch mal' reicht dafür nämlich definitiv nicht aus. Man sieht einem Menschen auch auf einem Foto noch ziemlich gut an was er gerade fühlt, entsprechend ist die Herausforderung in dem Modell Gefühle zu wecken um diese aufs Bild zu bannen. Dafür sollte man seine Technik besser aus dem FF beherrschen, damit man sich voll auf die Unterhaltung mit dem Modell und das Fotografieren zum richtigen Zeitpunkt konzentrieren kann. Hier war es an uns Teilnehmern selber Ideen zu haben und umzusetzen, hier war ich allerdings sehr zurückhaltend, die Ideen was man hätte probieren können kamen mir erst eine Stunde nach dem Workshop ;)

Ich denke mal es hilft sehr wenn man sich vorher überlegt was man mit dem Bild erreichen will. Eine klare Vorstellung eines Zieles kann wunder wirken, das hat mich direkt motiviert mir für das Rock'n'Roll Turnier am Samstag mal klar vorzunehmen Fotos zu machen wo die Akrobatik gut zur Geltung kommt, mal sehen wie diese Intention mein Fotografieren verändert.

Veröffentlicht am Fr, 23. Mär 2007, 09:20 von Sam

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