Kopf einer Möwe
Sam Jost
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Keine Ahnung, wer den Satz 'Selig (Glücklich) sind die geistig armen' erfunden hat, aber er hat wohl lange und viele Menschen geprägt. Der Satz an sich ist ja gar nicht so doof, der riesige Denkfehler steckt mal wieder in der Umkehrung, lesen doch manche in diesem Satz das man geistig arm sein muss um glücklich zu sein.

Das ist natürlich quatsch. Zum Glücklich sein braucht es keine geistige Armut, jeder kann glücklich sein - er muss sich nur einfach nicht so einen Kopf machen. Wer einfach tut was anliegt, ohne da ein riesen Drama draus zu machen 'Oh nein, ich muss aufstehen', 'schon wieder so viel Geschirr zu spülen', 'ich hab keine Lust', wer einfach akzeptieren kann was ist, der hat es auch leichter glücklich zu sein.

Die Leute die alles dramatisieren, durchdenken, bewerten, berurteilen, die haben es schwerer glücklich zu sein. Sie erlauben sich nicht einfach zu sein, sie müssen alles bewerten: 'Nicht schon wieder Hühnchen', 'ich mag jetzt nicht nach Hause', 'ich will jetzt nicht hier sein'. 

Dabei ist so einfach. Man entscheidet. Will man nicht hier sein? Dann geht man halt. Punkt. Kein Aber. Wenn man nicht geht, dann will man wohl doch, also bitte auch so konsequent sein und innerlich dazu stehen! Auch wenn man nur seine Zeit absitzt um danach einen Schein zu bekommen kann man sich dafür entscheiden. Die innere Zerrissenheit loslassen. Selbst wenn man statt aufzupassen Tagebuch schreibt, oder beobachtet wie die anderen sich bemühen nicht einzuschlafen, selbst dann kann man sich dafür entscheiden statt innerlich versuchen zu flüchten ohne sich äußerlich zu bewegen.

'Glücklich sein', obwohl es anstecken kann, ist doch keine Krankheit die von außen kommt, die einem zuläuft, unabhängig davon ob man das will oder nicht. Glücklich sein ist eine Entscheidung. Etwas schön zu finden ist eine Entscheidung. Wer denkt denn da, wer fühlt es? Ich alleine!

Niemand anders ist für mein Glück verantwortlich, außer ich selber. Und ich bin nur für mein persönliches Glück verantwortlich, es ist nicht meine Aufgabe jemand anders glücklich zu machen. Falls das, was ich tu, jemand anders dazu bewegt sich glücklich zu fühlen, dann ist das schön, aber ganz allein seine Sache.

Veröffentlicht am Sa, 03. Feb 2007, 05:53 von Sam

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