Skulptur aus Schallplatten
Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Da ich in RAW Fotografieren fallen ziemlich große Datenmengen an, bei der letzten Tanzveranstaltung waren es sogar über 5GB pro Stunde. Bisher hab ich mir immer beholfen indem ich mich zurückgehalten habe, nicht so viele Fotos machte wie ich eigentlich gerne gemacht hätte. So richtig zufriedenstellend war das aber nicht, entsprechend musste eine andere Lösung her. Zwei Grundsätzliche Wege standen zur Wahl: mehr Speicherkarten kaufen, oder ein Gerät mit dem ich die Karten umkopieren kann um sie wieder frei zu haben.

Da ich leider aber nicht weiß wie viel GB ich Fotografiere wenn ich unbegrenzt zur Verfügung hätte, war ich auf Vermutungen und Schätzungen angewiesen. Bei meinem letzten Fotografieren hab ich zum Beispiel ca. 1GB in 10 Minuten gefüllt. Wenn ich das auf ein 8-Stündiges Rock'n'Roll-Turnier umrechnen könnte würde das 48GB. Ist aber natürlich nicht vergleichbar, da in einem Turnier mehr Pausen sind als in der 1,5h Veranstaltung in der ich meine Messung gemacht hab. Wenn ich aber trotzdem großzügig von 40GB ausgehe die ich gerne zur Verfügung hätte, wären das 10 SDHC-Karten a 4GB zu je €66 die ich kaufen müsste, also €660 für Speicherkarten, damit ich hoffentlich genug Platz habe (es gibt billigere Karten, aber die sind so langsam dass es eine Qual ist damit zu fotografieren).

Irgendwie fühlte sich das aber nicht richtig an - was wenn ich doch mehr Speicher brauche? Wenn ich überraschend mal im Urlaub richtig viel Fotografiere und dort noch viel mehr Bilder zusammenkommen?

Die Alternative war ein Gerät um die Speicherkarten umzukopieren und wieder leer zu bekommen. Das muss natürlich etwas sein, was die Karten schneller umkopiert als ich sie Vollknipse, es sollte also deutlich schneller als 1GB in 10 Minuten sein, und dabei sehr einfach zu bedienen. Portable DVD-Brenner fielen damit für mich aus, zumal ich mit CDs und DVDs die in Computern gebrannt wurden auch schon zu oft Probleme hatte als dass ich diesen Medien ernsthaft vertrauen mag.

Was bleibt sind Festplatte-Imagetanks, auch genannt PSD: Portable Storage Devices. (Notebook-)Festplatten in einem Gehäuse zusammen mit Akkus und Kartenlesern. Geräte gibt’s da etliche, welche zu finden die SDHC (auch genannt SD 2.0) unterstützen gleicht leider eine Suche nach Nadeln im Heuhaufen. Dafür gibt es zig andere Features die diese Geräte bieten können, vom Display um die Bilder anzusehen über MP3-Player, Radio oder auch Video-Rekorder. Für manche Geräte gibt’s wohl sogar Spiele.

Ich hab dann auch schnell die Lust am Suchen verloren und hab mir einen Hyperdrive Space gekauft, ein kompaktes Gerät das wirklich nur dazu geeignet ist Karten auf die interne Festplatte umzukopieren. Mein Hauptgedanke war der, das ein Gerät mit zu vielen Features vermutlich Fehleranfälliger ist als eines mit wenigen, und es außerdem sparsamer mit seinem Strom umgeht.

Denn es ist ja auch wichtig dass die Stromversorgung viele Kopiervorgänge mitmacht. Was hilft mir ein Vosonic VP8390 mit 160GB Festplatte wenn nach nicht mal 40GB kopieren der Akku leer ist und ich nicht mehr umkopieren kann (immer bedenken dass ich den Imagetank nicht für den Urlaub brauche wo man zwischendrin viel Zeit zum aufladen hätte, sondern für z. B. Tanz-Turniere, wo ich zwischendrin keine Zeit zum Aufladen habe).

Ehrlich gesagt habe ich nachdem ich über das Hyperdrive Space gestolpert bin auch nicht mehr so genau gesucht, da ich einfach keine Lust hatte mich durch all die Feature-Listen nach den für mich wichtigen Informationen zu suchen: wie viel GB pro Akkuladung werden kopiert, wird SDHC unterstützt.

Das Hyperdrive soll bis zu 100GB mit einer Akkuladung kopieren können, also hab ich die 80GB Version gekauft. Bei den größeren wäre es auch billiger gewesen einen Hyperdrive mit 40GB Platte zu kaufen, die gewünschte Platte woanders zu bestellen und selber einzubauen.

Klausbua hat das Gerät auch prompt und Problemlos geliefert, nach dem üblichen Aufladen des Akkus gab's dann die erste Enttäuschung: Das Lesen von SD-Karten war deutlich langsamer als mein Rechner die gleichen Karten per Kartenleser lesen kann, dazu gab es beim kopieren von SD-Karten immer Lesefehler. Also beim Lieferanten angerufen, mitgeteilt dass das Gerät defekt ist, dort empfahl man mir mal bei dem Importeur anzurufen, der würde auch den Umtausch direkt regeln - getan, dort wurde mir sehr freundlich mitgeteilt dass es da ein bekanntes Problem gäbe und er mir ein Firmware-Update schicken könne dass das Problem beheben soll. Wenige Minuten später hatte ich das Update, die Lesefehler waren behoben, sehr angenehm! Die Geschwindigkeit wurde durch das Update leider nicht schneller.

Die mitgelieferte Tasche ist leider auch nicht perfekt: Das Hyperdrive passt zwar genau rein, aber der Klettverschluss zum Verschließen ist falsch angebracht, man kann die Tasche nicht vernünftig zumachen. Auf Anfrage bekam ich heraus dass die Tasche die gleiche wie beim Vorgängermodell ist, dass etwas größer ist und wo das mit dem Deckel so passt. Schade.

Noch hatte ich das Gerät nicht im praktischen Einsatz, stattdessen habe ich einige Tests durchgeführt um es kennenzulernen und rauszufinden wo die Grenzen liegen. Zum Beispiel liest es 1GB von einer CF-Karte in ca. 90 Sekunden. Dabei war es egal ob es sich dabei um die einfache Kingston CF-Karte handelte oder um eine Sandisk Ultra II, in beiden Fällen brauchte er in etwa gleichlang zum Lesen.

Für SD-Karten brauchte er leider doppelt so lange, gut 3 Minuten für 1GB. Auch hier wieder unabhängig davon um was für eine Karte es sich handelte, eine Sandisk Extreme III wurde nicht schneller gelesen als andere Karten. Beide Lesetests waren ohne Verify, mit Full Verify dauert der Lesevorgang logischerweise mehr als doppelt so lange, es muss ja alles zweimal gelesen und verglichen werden.

Mein zweiter Test war eine SD-Karte mit Daten zu füllen, und so oft es ging in das Gerät einzulesen um zu sehen wie lange der Akku hält. Er hat mich zwar jedesmal gefragt ob es mein Ernst ist schon wieder die gleiche Karte zu kopieren, hat es dann aber Anstandslos gemacht. Nachdem er etwa 20GB auf die Platte kopiert hatte lies die Akkuanzeige um einen Balken nach, gut 10GB später fing sie an zu blinken, ein paar GB später brachte das Gerät die Meldung LowBatteryPower und hörte auf zu kopieren.

Das waren zwar mit einer Akkuladung nur lächerliche 33GB, dafür aber mit Full Verify, mit sehr vielen Menüspielereien, mit einem Firmware Update, und mit der ersten Akku-Ladung, Li-Ionen-Akkus erreichen ja ihre Höchstleistung erst nachdem sie ein paarmal geladen wurden. Richtig testen wie lange der Akku hält werde ich erst im Praxiseinsatz, hier wollte ich nur mal sehen wie das Gerät eigentlich reagiert wenn der Akku leer ist, ob ich gefahrlos so lange kopieren kann bis er aufhört.

Erfahrungen beim Praxiseinsatz

Firmware-Update fürs Hyperdrive Space

Noch ein Nachtrag: Max Meier fragte:

ich möchte mir eventuell auch einen HyperdriveSpace kaufen. Nun habe ich auch gelesen, dass ein externes Akkugehäuse mitgeliefert wird. Könnten sie ein Bild von diesem Gehäuse machen. Würde mich mal interessieren wie groß das ist und welche Akkus es fasst.

Ja, ich hab auch gelesen dass in USA (oder wars UK?) ein externes Akkugehäuse mitgeliefert wird - aber ich hab mein Gerät nicht im Ausland bestellt, und bei dem deutschen Distributor bekam ich kein solches Akkugehäuse, entsprechend kann ich auch kein Bild davon zeigen.

Veröffentlicht am Sa, 17. Feb 2007, 12:17 von Sam

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