Schatten von Menschen und Kinderbeine
Sam Jost
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Farbmanagement für die Digitalfotografie

Seit ich einmal in einem 50x70 Abzug eines Fotos Jpg-Artfakte sah, bin ich darauf umgestiegen in RAW zu fotografieren.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen JPG und RAW?

Technisch betrachtet: in einem RAW werden einfach die Daten die am Bildsensor anliegen zusammen mit etlichen anderen Informationen zu Weißabgleich, Belichtung usw. ohne weitere Verarbeitung in einer Datei gespeichert.

Bei JPG werden diese Rohdaten mittels der Einstellungen in der Kamera zu einem 'echten' Bild entwickelt, das dann gespeichert wird.

Sehr grob vereinfacht eine Analogie zur Analogen Fotografie:

was bei der analogen Fotografie das Negativ war, ist das RAW bei der Digitalen. Gleich in JPG zu speichern wäre in etwa so als wenn man bei der Analogen Fotografie gleich einen Abzug bekommt, aber kein Negativ, wie eine Sofortbildkamera. Man behält den ersten Abzug, wirft dafür das Negativ weg.

Normalerweise macht das nichts, der erste Abzug ist üblicherweise sehr gut, man kann eigentlich alles damit machen was man auch mit dem Negativ machen kann, aber nur fast, denn die Qualität ist halt einen Tick besser, die Möglichkeiten sind etwas vielfältiger wenn man das Negativ (RAW) behält und von diesem Ausgeht.

Das hat natürlich auch Nachteile: RAW-Dateien sind um ein vielfaches Größer als JPG-Dateien, man bekommt also deutlich weniger Bilder auf seine Speicherkarten, es dauert länger bis die Kamera sie geschrieben hat, und man muss sie noch auf dem Computer entwickeln bevor man sie sich ansehen oder weiter verarbeiten kann. RAW-Dateien kosten also mehr Platz und mehr Zeit.

Lohnt sich dieser Unterschied? Das ist einfach rauszufinden: beides ausprobieren, Abzug erstellen und selber vergleichen. Die meisten Menschen können z. B. JPG-Artefakte nicht mal dann sehen wenn man sie darauf hinweist wo sie sich befinden. Jeder hat einen anderer Qualitätsanspruch, und sollte für sich selber entscheiden was er möchte, nicht von anderen bestimmen lassen was gut für ihn ist.

Ich hab (ohne Vergleich mit einem RAW) in einem JPG Störungen gesehen die mir nicht gefielen, und bin daher auf RAW umgestiegen.

Veröffentlicht am Do, 18. Jan 2007, 08:57 von Sam

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