Privatinstitut für Pathologie mit reichlich Spinnenweben
Sam Jost
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In unserer Vergangenheit, vor allem in der Kindheit, lernen wir viele Muster kennen, positive wie auch negative. Manche dieser Muster verstören uns sehr, da wir aber in unserer Kindheit nicht in der Lage sind, sie zu ändern, verdrängen wir sie, und nehmen sie damit mit ins weitere (Erwachsenen) Leben:

Wir wiederholen das Muster solange, bis wir es verarbeiten. Bis wir uns von dem alten Muster lösen. Natürlich wiederholen wir es nicht bewusst beabsichtigt, sondern unbewusst. Irgendwo drin steckt noch das Unverständnis über das alte Muster damals, unterbewusst suchen wir das Muster, das wir nie verstanden, nie verarbeitet haben, wieder und wieder, versuchen es dieses mal zu ändern, zu verstehen, zu verarbeiten.

Richtig interessant, und mir erst in letzter Zeit ernsthaft aufgefallen, ist, dass wir Menschen in unserem Umfeld, die diese Muster eigentlich nicht erfüllen, auch dazu bringen, unsere alten Muster für uns nachzuspielen.

Und wir merken nicht, dass wir sie dazu bringen, genau wie sie es auch nicht merken. Meistens. Wir wundern uns, warum wir immer 'auf die gleichen Frauen/Männer reinfallen', fühlen uns als Opfer, weil alle auf uns rumhacken, und merken nicht, dass wir selber uns diese Menschen aussuchen, oder dazu bringen, uns so zu behandeln.

Bis wir das Muster erkennen und auflösen. Uns bewusst dafür zu entscheiden, dieses Spiel nicht mehr zu spielen.

Meist verdrängen wir solch alte Muster lange und fühlen uns lieber als Opfer unserer Umstände. Niemand liebt uns. Niemand hört uns zu. Das wir uns genau solche Leute suchen, und die restlichen dazu bringen, das Muster für uns zu spielen, das wir selber das ganz stark mitverursachen, das wir nicht Opfer sondern Schöpfer unseres eigenen Elends sind, das sehen wir nicht. Wollen wir nicht sehen.

Ist ja auch einfacher anderen die Schuld zu geben, als einzusehen, dass wir da selber ganz kräftig nachhelfen.

Und nicht nur unsere eigenen Muster beschäftigen uns: Genauso wie wir andere in unsere Muster einbauen, werden wir auch in die Muster anderer Menschen gedrängt, wundern uns wie dieser eine Mensch es immer sofort schafft, dass man ihm nicht zuhören / eine reinhauen / was auch immer will.

Und wir merken auch das nicht, wollen es nicht merken.

Bei uns in der Firma wurde mir sofort widersprochen, Opfer würden sich doch keine Täter schaffen. Auf meine Frage, warum denn alle immer so aggressiv werden, wenn Frau C. anruft, wurden alle nachdenklich - trotz ihrer normalen Aussagen hat die Frau C. es mit ihrer Ausdrucksweise und ihrer weinerlichen Stimme sofort geschafft, jeden Support-Mitarbeiter am Telefon aggressiv zu machen. Ein Opfer das sich seine Täter schafft, sich damit weiter in seiner Opferrolle bestärkt. Ein Teufelskreis.

Find ich nicht gut, ich hab keine Lust für andere eine Rolle in ihren Mustern zu spielen, entsprechend habe ich mir vorgenommen, drauf zu achten ob ich eine Rolle in einem fremden Drehbuch übernehme, und es zu bremsen. Ich möchte nicht in den Mustern anderer Leute mitspielen.

Mir reichen meine eigenen. ;)

Veröffentlicht am Fr, 07. Mär 2008, 08:47 von Sam

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