Es gibt ein paar Dinge mich mir echt auf den Senkel gehen, wo ich mich immer wieder ärgere dass ich sie nicht jedem der das macht ins Gesicht sage wie sehr es mich stört:
- Wortklauberei: 'Du hast doch gesagt...' bla bla bla, dann hab ich mich wohl geirrt. Oder meine Meinung geändert. Mag sein das dänische Pommes früher mal mein Leibgericht waren, jetzt wird mir einfach nur noch schlecht wenn ich sie esse. Am besten noch aus dem Zusammenhang gerissen, so dass es nichtmal so zutraf als ich es gesagt hab. Hey, wir leben heute, wenn Du im gestern versauern willst, dann tu das, aber lass mich mit dem alten Kram in Ruhe.
- Gejammere: Damit meine ich nicht das gelegentliche schlecht drauf sein und sich auskotzen wollen, sondern regelmässiges wiederkehrendes Gejaule über immer die gleichen Dinge, ohne den geringsten Anschein daran etwas ändern zu wollen. Oh ja, und ich weiss, man 'kann es ja nicht ändern'. Immer wenn jemand sagt 'kann nicht' ist es in echt ein 'will nicht', weil man die Konsequenzen fürchtet. Lieber unglücklich sein als etwas unbekanntes wagen.
- Unverbindlichkeit: wie schön, in ein gefälliges Schweigen und ein paar nette Allgemeinworte kann ich mir alles reininterpretieren was ich schon immer wollte. Traumhaft. Um dann festzustellen dass ich nicht nur meilenweit daneben lag, sondern das komplette Gegenteil verstanden hab. Nur leider will ich das gar nicht, sondern handfest wissen was los ist - und ja, hiermit meine ich mich, ich geh mir in dieser Hinsicht nämlich echt auf den Sack!
- 'Das hätte ich Dir vorher sagen können': Jaja, hinterher weiss man immer alles besser, vor allem bei Fehlern Anderer. Hinterher sollte man aber lieber den Mund halten mit solch klugen Sprüchen, das einzige was solche Aussagen bei mir bewirken ist dass ich mich Frage wie groß die Minderwertigkeitskomplexe sind wenn man es nötig hast andere für dumm darzustellen, wenn die sich grade verletzlich machen indem sie offen von Fehlern erzählen. Hut ab vor denen die trotzdem immer wieder ihre Patzer erzählen.
- Ironie: Ironie wurde meiner Meinung nach von Hofnarren erfunden, damit sie eine Hintertür haben wenn sie Probleme ansprechen die sie sonst den Kopf kosten könnten: 'war doch nur Spaß'. Heute wird man für unliebsame Aussagen nicht mehr geköpft, für mich ist Ironie im Überfluss daher kein Spaß mehr, sondern einfach nur Feigheit zu seiner eigenen Meinung zu stehen. In Maßen ist Ironie super, es kommt nur schnell der Punkt wo es zuviel ist. Da ist ja selbst Sarkasmus freundlicher, der gibt nicht vor Spaß zu machen.
- Draufrumreiten: da vertut sich jemand im Wort, verhaspelt sich, oder der Gegenüber hat es einfach nur falsch verstanden, und dennoch reitet er dann wieder und wieder auf dem exakten Wortlaut rum 'aber du hast doch grad gesagt ...' 'aber gesagt hast du ...'. Meine Güte, kann man sich denn nie mal versprechen, vertun, oder es falsch ankommen? Reicht einmal nachfragen nicht um das zu klären? Ganz besonders ätzend wenn man daneben sitzt und man merkt das verhört haben und drauf rumhacken komplett in einer Person ist und die andere nichtmal was dafür kann.
- Negativismus: Ich weiss inzwischen dass das Universum wie das Internet funktioniert: das was Du lebst ist das wovon du mehr bekommst. Beschäftige dich mit negativen, ätzenden Dingen, und mehr davon wird in dein Leben kommen. Beschäftige dich mit positivem und es wird mehr gutes passieren. Wie in Blogs so auch auf Erden ;) Wer sich also viel ums Negative dreht wird mehr davon anziehen, Leute die aus diesem Teufelskreis nicht rauskommen muss ich mir nicht antun.
Die wirkliche Freiheit ist nicht, das man reisen kann wohin man will, sondern das man sagen kann was man will.
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