Tanzender Bauchnabel
Sam Jost
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Eigentlich wollte ich nach dem doch etwas schweren Film Capote nur noch einmal kurz ins Fiesta Cubana auf einen Absacker.

Eigentlich...

Und mit diesem harmlosen Start nahm das Chaos seinen Lauf. Angefangen hat es damit, dass ich kurz nach bestellen meines Drinks feststellte dass Babak am Tresen neben mir saß. Wie lange ich brauchte um das zu bemerken trug sehr zur allgemeinen Erheiterung bei. Fatal wurde es als sein Kumpel uns dazu überredete doch kurz mit ihm ins Sasa zu gehen.

Also mal ehrlich: ins *Sasa*! 'Kurz'. Wie sollte es anders enden als mit viel Alkohol und wilden getanze. Abgesehen davon dass es voll war, war es harmlos, einzig als wir Stunden später ein paar Mädels erzählen dass wir gehen kam eine *SEHR* direkte anmache in Form der Aussage 'Eigentlich wollte ich doch noch Deinen Schw*** L***'. Ich hab mich entschuldigt und verabschiedet, danach erst drang der Wortlaut zu meinem Hirn vor und ich realisierte was mir da eigentlich grade vorgeschlagen wurde. War auch ganz gut so, indem ich es nicht als das erkannte was es war konnte ich es etwa so gelassen abschlagen wie eine Einladung auf einen Kaffee.

Wesentlich überraschter hat mich die Tatsache dass es draussen schon wieder Hell wurde. Ich brachte meine Begleitung noch gemütlich zum Grogkeller, verweigerte aber den Eintritt und ging stattdessen nach Hause. Fast. Denn kurz vor meiner Haustür, um ganz genau zu sein direkt vor der Great Bar, sah ich eine Bedienung eben dieser zusammen mit einer Bekannten von mir vor der Tür sitzen. Die Bekannte sehr schlecht drauf wegen Liebeskummer, die Bedienung gestresst, denn sie hatte ja eigentlich zu arbeiten.

Wie ich so bin hatte ich nach kurzer Zeit die sichtlich erleichterte Bedienung entlastet, und sie nach einiger Zeit die wie ich hoffe weder Massimo noch jemand anders ihr (oder mir) übel nehmen wird in ein Taxi verfrachtet. Dabei habe ich für mich gelernt dass ich gerne jemand helfe dem ich eigentlich nichts geben kann ausser ein wenig Zuneigung und eine Schulter zum anlehnen.

Und jetzt gehe ich ins Bett, zu einer Uhrzeit wo ich normalerweise nach einer durchzechten Nacht wachwerden würde. Verdrehte Welt.

Veröffentlicht am So, 21. Mai 2006, 07:11 von Sam

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