| The Tree of Life | 13.05.2006 |
Im Rahmen des Baltic Folk Festivals war heute im 51 Stufen eine Vorführung von The Tree Of Life, eine Film über Dag Hammarskjöld. Ich war nicht sicher ob ich ihn sehen wollte, vor allem weil ich grade zu diesem Termin schon etwas vor hatte, habe mich kurzfristig dann aber doch dazu entschieden ihn zu sehen.
Und hab zum ersten Mal in meinem Leben das Kino verlassen bevor der Film zu Ende war.
Die Rezensionen im Internet sprachen von eindrücklichen Bildern, bewegenden Übergängen und so weiter. Ich konnte mich an diesen 'fantastischen Landschaftsaufnahmen' nicht erfreuen, für mich machten sie einen ähnlichen Eindruck wie die Fotos die mein Handy macht: Flächen fehlte jegliche Struktur, waren matschig, die Konturen von egal was waren oft überschärft, wiesen starke Schärfe-Halos auf, Überall Kompressionsartefakte, entweder einer billigen Kamera, oder einer geizigen Softwareeinstellung. Ganz besonders schlimm bei Szenen wo viel Bewegung war, wie Wasser und Wellen. Vielleicht lag es auch daran dass der Film wohl von DVD gezeigt wurde, und die Auflösung einer DVD einfach nicht für eine Kinoleinwand reicht.
Dazu gabs anstrengende Musik, an einer Stelle klang sie wie der Pfeifton zum Testbild. Und die Inhalte waren auch nicht so besonders, eher ein kurzer Lebenslauf, ein paar Anekdoten aus seinem Leben.
Insgesamt wie ein schlechter Schulfilm, der aus einer guten Idee entstanden ist, aber leider uninteressant aufgemacht. Vielleicht würde der Film auf einem kleinen Fernseher auch besser wirken - diesen Gedanken finde ich aber eher erschreckend.
Was mich erstaunt hat, war dass das Kino fast voll war. Ich frag mich ob die anderen den Film gut fanden, oder ob ihre gute Erziehung sie dort gehalten hat. Vielleicht haben sie auch einfach positivere Assoziationen mit Schulfilmen.
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