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Sam Jost
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Welcher Sadist hat sich bloss Joggen ausgedacht.
Ich sollte mir lieber die Frage stellen wie ich auf die Idee kam mit Ina zu wetten dass ich beim You!MM mindestens 5km laufe, aber da war zu viel Sekt im Spiel als das ich mich an die Details erinnere.

Ein halbes Jahr ist seitdem ins Land gegangen, ich habe mir immer eingeredet das Laufen doch so schlimm nicht sein kann. Schliesslich habe ich kein Problem damit 3 Stunden Step und Aerobic nacheinander zu machen, oder 70 km Rad zu fahren, oder eine dreiviertelstunde zu rudern, also hab ich doch genug Kondition um eine halbe Stunde zu laufen.

Ein wenig Sorgen gemacht hat mir zwar dass die längste Strecke die ich in meinem Leben jemals gelaufen bin 400m waren, die ich mit Ach und Krach geschafft habe. Und das ich für mein Tempo eine 6 bekam. In der Schule bin ich danach nie wieder gelaufen, wozu auch, wenns eh eine 6 gibt lohnt der Aufwand nicht. Sehr motivierend von der Lehrerin.

Auch später in meinem Leben bin ich nie gelaufen. Gegangen bin ich viel. Weite Strecken, stundenlang, auch in ziemlich flottem Tempo. Aber nie gelaufen. Und wenn ich doch mal ein paar Schritte gelaufen bin taten mir eigentlich spontan immer irgendwelche Gelenke oder Sehnen weh.

Das ist aber alles schon lange her, ich hab seitdem viel Sport gemacht, bin körperlich wesentlich fitter als früher. Also alles halb so wild.

Pustekuchen.

Lange Zeit habe ich es vor mich hingeschoben. 'Nass und Kalt im Winter macht laufen ja nun wirklich keinen Spaß', 'ich fang an sobald es wärmer wird', 'so viel Training brauche ich nicht'. Aber Samstag Abend überkam mich die Entscheidung - etwas in mir war mit einem Mal einfach der Meinung ich müsste anfangen. *Jetzt* anfangen. Also entschied ich mich dazu Sonntag um sechs Uhr früh aufzustehen und einfach nur ein paar Schritte zu laufen. Kein großes Ziel, kein übertriebenes 'ich lauf jetzt 5km', sondern einfach nur an die Bewegung gewöhnen.

Also morgens um sechs aus den Federn, ab aufs Rad, in den Volkspark radeln, loslaufen. Schon nach wenigen Schritten wünschte ich mir das Rad zurück. Ich bin dann ein paar Schritte gelaufen, hab mich gewundert welche Muskeln alle anfingen zu protestieren. Also etwas gehen, wenig laufen, wieder gehen. Pause.
Total ausser Puste, Puls 170. Jemine. Gefrustet zurück zum Rad, aaaahhh, wie erholsam ist doch Radfahren! Flugs ein paar Kilometer zur Entspannung geradelt, und dann nochmal ins Stadion, jetzt wollte ich dem Frust eine Zahl geben. Rad parken, eine Runde locker joggen.

Von wegen locker joggen, die linke Wade und der rechte Oberschenkel sendeten deutliche Signale dass sie das nicht lustig fanden. Nach einer Runde war mir das dann auch genug.

Zur Entspannung bin ich noch einmal gelaufen, in einem Tempo dass für mich schnell ist, sich aber noch nicht nach Sprint anfühlt, und so weit wie ich komme. Nicht weit, nach einer halben Runde hab ich es lieber sein lassen.

Bloss wieder aufs Rad. Beine in einer bekannten Bewegung entspannen. Nach Hause, dehnen, heiss Baden um die Muskeln wieder zu entspannen.

Eindeutig ein 'I Suck' Erlebnis. Das kann ja heiter werden!

Veröffentlicht am Di, 25. Apr 2006, 08:43 von Sam

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