Mountainbike
Sam Jost
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Neues technisches Spielzeug begeistert doch immer wieder, egal wie nützlich es ist. Zum Beispiel das neue Rad das ich mir zu Himmelfahrt gekauft habe - nicht das ich nicht ein gutes Rad im Keller hätte, das dazu noch viel sinnvoller ausgestattet ist - eigenartigerweise macht das Fahren mit dem neuen Rad aber viel mehr Spaß.

Und da das so viel Spaß macht, und ich dann doch ab und an mal länger durch die Gegend radel, bot sich ein neues Spielzeug an. Ich hab ja schon länger mit einer Pulsuhr geliebäugelt, hab mir das aber verkniffen da sie für das was ich an Sport mache eigentlich ziemlich sinnlos ist. Und obwohl ich anfangs noch gesagt hab mich interessiert nicht so sehr wie schnell und viel Rad ich fahr bin ich irgendwann nach einer auf Zeit gefahrenen Strecke doch mal neugierig geworden, und hab beides in einen Topf geworfen und mir einen Fahrradtacho mit Pulsmesser gekauft. Und wo ich schon mal dabei war hab ich auch gleich die Version mit Trittfrequenzmesser genommen, wenn schon denn schon.

Anfang der Woche kam das Gute Stück, prompt angebaut, konnte es aber nur kurz ausprobieren da ich unter der Woche wenig Zeit zum fahren habe. Als dann heute der regnerischem Wettervorhersage zum trotz es draußen stabil trocken aussah hab ich die Chance genutzt, mich aufs Rad geschwungen und die erste längere Tour mit dem Tacho gemacht.

Nun muss ich dazu sagen das ich ja eher ein Sonntagsfahrer bin, also nur so einmal, maximal zweimal die Woche überhaupt mal längere Strecken mit dem Rad fahre, aber heute hatte ich mir dann vorgenommen mal eine etwas längere Tour zu machen. Das klappte auch 50 Kilometer lang so gut, das ich schon dachte so könnt ich den Rest des Tages weiterfahren, ohne Probleme.

Dem widersprach nach weiteren 10km allerdings spontan ganz energisch mein Hinterteil, das so gar keine Lust mehr auf weiteren Kontakt zum Sattel hatte.  Während der nächsten 10 Kilometer hat es dann meine Beine vom solidarischen mitstreiken überzeugt, was die nächsten (und in dieser Tour letzten) 10 Kilometer zu einer Qual machte. Man hat mir mein Sitzfleisch weh getan!

Unbeirrt bin ich aber zurück nach Flensburg gefahren, etwas ruhiger im Tempo und etwas unruhiger im Sitzen, ich war wohl etwas verspannt, denn nun fingen auch Schultern und Arme an weh zu tun. Mist. Endlich am Rand von Flensburg angekommen hab ich dann erstmal eine ausführliche Pause zum Dehnen der Beine und Schultern gemacht, was richtig gut tat, und dann erstaunt festgestellt das ich jetzt wieder locker und ohne zusammengebissene Zähne im Sattel sitzen konnte. Hätt ich das vorher geahnt hätt ich mir die Quälerei durch eine zeitige Pause ersparen können. Grmpf.

Auf jeden Fall war das schon spannend mal zu sehen dass ich deutliche über 70 Kilometer bei einer Schnittgeschwindigkeit von 20km/h gefahren bin, das meine Höchstgeschwindigkeit 65km/h war, ich aber keine Ahnung hab wo das gewesen sein könnte, das hätt ich der Schaltung meines Mountain-Bikes gar nicht zugetraut, die ist eigentlich eher zum langsam und Berge fahren ausgelegt als auf Tempo. Dafür hab ich die meiste Zeit aber auch in einem freundlichen Pulsbereich zugebracht, mich also nicht gestresst, nicht mal besonders hohen Maximalpuls gehabt (166 oder so), ganz anders als in meiner ersten hektischen und kurzen Testfahrt als ich den Tacho angebaut hatte wo ich spontan Puls 180 hatte.

Und als ich dann noch las das ich in den drei Stunden die ich über Dörfer gefahren bin die ich noch nie gesehen hab einige tausend Kalorien verbraucht hab, hab ich erstmal spontan einen Döner mit Cola gegessen, zum Ausgleich, und hab es trotz eines nachgeschoben Red Bulls nur noch geschafft kurz zu Duschen und bin dann direkt Todmüde ins Bett gefallen wo ich ein paar Stunden blieb.

Aber nächstes Mal nehm ich 'ne Sonnenbrille mit, egal wie bewölkt es ist! Ich bin immer noch dabei die Reste einiger Kamikaze-Fliegen aus meinen Augen zu pulen die mich vom Rad holen wollten - fiese Viecher!

Veröffentlicht am Sa, 24. Sep 2005, 08:12 von Sam

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