Mountain-Biker tragen ihr Rad die Treppe hoch für den Start
Sam Jost
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Mountain-Biker beim Downstairs

Heute war das Downstairs, ein halsbrecherisches Radrennen die St. Jürgen-Treppe runter. Wir haben uns das dieses Jahr das erste Mal angesehen, und es ist schon ziemlich beeindruckend mit was für einem Tempo die Jungs da auf Mountain-Bikes die Treppe runterknallen.

Mountainbiker fährt die St.Jürgen-Treppe runter

Wenig Anlass zur Hoffnung bot leider der Wetterbericht für Freitag, und als wir gegen 11 Uhr los wollten um das Warmfahren anzuschauen regnete es auch. Eigentlich zum Glück, denn sonst hätte ich keinen Regenschirm mitgenommen, und der war im Laufe des Vormittages doch einige Male sehr hilfreich, auch wenn es meist trocken war und teils sogar die Sonne schien.

Wasser von der Treppe schieben

Richtig unfreundlich wurde das Wetter gut eine halbe Stunde vor dem Start, da schüttete es wie aus Eimern, die Treppe war klatschnass, sah ziemlich glitschig aus, mit großen Pfützen. Es sah nicht nach gutem Wetter für das Rennen aus, eher nach einer Rutschpartie. Gar nicht schön!

Radfahrer in voller Schutzkleidung fürs Treppen fahren

Fünfzehn Minuten vor dem Start hörte der Regen zum Glück auf, und nicht nur das, es kam sogar teilweise die Sonne zum Vorschein, im Laufe des Wettbewerbs wurde die Treppe sogar großteils wieder trocken. Leider gab es dennoch kurz vor dem Start einen schweren Sturz bei dem, wenn ich das richtig mitbekommen habe, der Fahrer sich den Kiefer gebrochen hat - daraufhin verstand ich auch warum einige der Fahrer sich extrem gut verpackt haben, manche sahen fast wie Ritter aus mit ihren ganzen Panzerungen und einem Vollhelm. Sehr beeindruckend, vor allem weil gleich daneben andere nur mit halbem Helm und vergleichsweise wenig Schutz fahren.

Fotohandies werden immer gegenwärtiger

Überhaupt waren Fahrer, Räder und Fahrstil sehr unterschiedlich. Manche flogen mehr über die Treppenstufen als sie wirklich zu fahren, landeten dafür aber recht hart am unteren Ende der Treppe, andere ratterten die Stufen mit viel Lärm runter. Etliche haben unterwegs auch Teile ihrer Räder verloren, einer hatte im Rennen einen Platten und sah im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich erschüttert darüber aus, ist aber tapfer weiter gefahren, die Zeit läuft ja weiter.

Trotz schlechten Wetters empfand ich das Ereignis als gut besucht, und es ist schon irre wie viele Leute fotografieren, filmen und mit was für unterschiedlicher Technik. Einige hatten Kameras in der Pranke die in der Kombination sicher drei bis vier Kilo gewogen haben, viele kleine Digicams sah man an allen Ecken, und einen Haufen Camcorder (o. ä., mit denen kenn ich mich wenig aus). Und, was mich viel mehr erstaunt, etliche haben Aufnahmen mit ihren Mobiltelefonen gemacht, und ich denke mal mit so einer Handy-Knipse Bilder zu machen ist bei dem Tempo eine ziemliche Herausforderung.

Fotograf macht Bilder an der MTB-StreckeDie Profi- und Halbprofi-Fotografen sind natürlich mit größerem Equipment aufgefahren, und deutlich rücksichtsloser wenn es darum geht gute Fotos zu kriegen. Einem ist ein Fahrer beim Rennen fast über die Füße gefahren, entweder wollte der Fahrer für die Kurve ausholen oder ihn nur von der Bahn verscheuchen (was gelungen ist).

Teils finde ich das etwas unverantwortlich, ich sehe ja zum Beispiel ein dass ein Aufhellblitz bei den im Schatten liegenden Gesichter der Radler wunder wirkt, aber ob es das Risiko dem hochkonzentrierten Mensch auf dem Rad einen Blitz ins Gesicht zu knallen aufwiegt weiß ich nicht - ich hätte da zuviel Respekt vor, es ist ja nicht die eigene Gesundheit mit der man da spielt, sondern die desjenigen den man da fotografiert.

Alles in allem ein spannendes Ereignis das ich mir auf jeden Fall gerne wieder ansehen werde! Und es würde mich sogar reizen selber mal eine Treppe runter zu fahren, aber ich hab nicht vor mir das dafür nötige Equipment zuzulegen, so dringend ist es dann auch wieder nicht. Ich bleibe also bei den gelegentlichen ein zwei drei Stufen die ich mal überspringe - ist auch gesünder für mich :)

Ach ja, und kaum war das Rennen vorbei fing es auch wieder an zu regnen, dann zu schütten und schließlich hagelte es sogar! Hagel! Anfang August! Was für ein Wetter! Aber der Wettergott hatte immerhin für das Rennen selber einsehen, da war das Wetter top.

Veröffentlicht am So, 07. Aug 2005, 10:15 von Sam

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