Schiff noch in der Werfthalle mit Zuschauern
Sam Jost
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Seite des Schiffes kurz vorm Stapellauf

Auch diesmal war der Stapellauf auf der FSG wieder an einem Freitag, dank meiner Verbindung zur Werft war ich netterweise informiert und eingeladen und hab mir das Ereignis trotz kalter Jahreszeit angesehen. Es ist schon ziemlich beeindruckend wenn man in eine Halle kommt wo dann direkt vor einem eine hohe Wand aus Stahl steht, auch genannt 'Schiff'. Ich finds ja immer noch erstaunlich dass so ein Riesenhaufen Stahl schwimmen kann, aber mein Wissen um diese Schiffe ist auch eher gering, ich hab vor Ort sogar vorne und hinten verwechselt. Das oben auf dem Titelbild ist, wie ich mich belehren lassen musste, die Vorderseite des Schiffs, mit dem Buggnubbel dran (*autsch* Sandra droht grad ich soll gefälligst Bugwulst schreiben sonst kriegt sie Ärger auf der Werft).

Tank mit den vielen Röhren der Tankheizung

Ich war ziemlich zeitig bei der Werft, entsprechend war vorher noch Zeit sich in der Produktionshalle umzusehen, die Größe in der dort gearbeitet wird ist schon ziemlich beeindruckend.

Schiff läuft vom Stapel der FSG

Eigentlich gibt es auf so einem Stapellauf ja nicht viel zu sehen, alle wichtigen Leute halten die üblichen Reden, da das ganze für eine türkische Reederei war waren die natürlich sowohl in Deutsch wie auch in Türkisch, Gerüchte besagen dass auch Englische Reden dabei waren, aber ehrlich gesagt hab ich nicht genau genug hingehört um das zu bemerken. Denn spannend wird es, wurde mir von erfahrenen Stapellaufbesuchern gesagt, erst dann wenn eine Frauenstimme aus den Boxen erklingt, denn die tauft dann das Schiff mit der obligatorischen Flasche Schampus, und kurz danach läuft es dann auch schon vom Stapel.

Frisch vom Stapel gelaufenes Schiff auf der Flensburger Förde

Die Reden und Nationalhymnen dauerten dann auch gut eine Stunde und gegen 12:30 lief das Schiff unter Tuten aus der Halle - es ist erschreckend leise wenn das Riesenschiff vom Stapel läuft, ich vermute mal es wird deswegen auch so laut getutet wenn es losgeht um die Schiffe vor der Werft zu warnen dass da was kommt. Denn direkt vor der Werft schwimmen ja die Schlepper die den Koloss einfangen bevor er einfach ins gegenüberliegende Ufer treibt. Da ich auch diesmal wieder in der Halle den Stapellauf besichtigt habe hab ich das einfangen nicht wirklich gesehen, nächstes Mal werde ich mir, wenn das Wetter gut ist, von der gegenüberliegenden Seite aus den Stapellauf ansehen.

Einsammeln des 'Stapels' nach dem Stapellauf

Von Sonwik hat man ja auch einen recht guten Blick auf die Werft.
Mal abgesehen vom frisch getauften Schiff wird auch der 'Stapel' von dem es lief wieder eingesammelt, eine Konstruktion aus reichlich ineinander vertäutem Holz die von einem kleinen Schiff gefangen und dann mit dem Hallenkran nach Hause gebracht wird. Das süße kleine Gewicht das an dem Kran hängt wiegt 5t und ließ sich auch von ein paar Rohren die der Kranführer wohl übersehen hatte nicht sonderlich beeindrucken.

Frisch vom Stapel gelaufenes Schiff wird angeschleppt

Dennoch war das einholen vom Stapel eine eher gemütlich aussehende Angelegenheit. Das Schiff selber dagegen ist wohl je nach Wasserstand schwieriger da es ganz schön Schwung draufkriegen kann, und da erst nach Stapellauf die Taue zu den Schleppern geworfen werden.

Mittagssonne von der Werft aus gesehen, Flensburg im Gegenlicht

Ich hab zwar keine Ahnung warum man es nicht einfach vorm Stapellauf schon festbindet, aber das wird wohl sicher seinen Sinn haben.
Diesmal stand das Wasser aber sehr hoch, das Schiff bekam wenig Schwung, wurde schnell eingesammelt und an den Anleger gezogen wo dann weiter dran gearbeitet wird. Alles in allem war der Stapellauf beeindruckend anzusehen, wobei das überraschend schöne Wetter natürlich auch geholfen hat.

Veröffentlicht am Di, 15. Feb 2005, 12:00 von Sam

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